Glücklich Vegan

Vegane Nudel-Tomaten-Suppe mit gerettetem Knoblauchbrot

Kennt ihr diese Backwaren-Automaten? Bei uns findet man sie vor allem im ländlichen Raum, und ich schaue dort immer mal wieder vorbei. Betrieben werden diese Dorfautomaten von einer der wenigen kleinen, unabhängigen Bäckereien, die noch mit natürlichen Zutaten und viel Handarbeit zaubern.

Neben frischem Brot habe ich dort schon zuckerfreie, handgemachte Erdnussbutter und selbst eingekochte Erdbeermarmelade entdeckt. Zugegeben, die Produkte sind etwas teurer als im Supermarkt, dafür schmecken sie aber auch unglaublich gut.

Besonders freue ich mich immer über die „Rette mich!“-Brote. Das sind Backwaren, die kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen und sonst möglicherweise entsorgt werden müssten. Gestern hatte ich Glück und konnte dieses wunderbare Dinkelbrot retten. Ein kleines Stück Lebensmittelrettung – und dazu noch richtig lecker.

Foto: Berenice Humpert

Ein leckeres Brot, das schnell gegessen werden will. Was nun?

Jetzt stand ich also mit meinem Brot da. Mir persönlich schmecken eingefrorene Backwaren einfach nicht mehr so gut – sorry, aber jeder hat ja seinen eigenen kleinen Spleen. Also musste das Brot noch am selben Tag verarbeitet werden.

Meine Wahl fiel auf ein knuspriges Knoblauch-Olivenöl-Brot. Das Rezept ist denkbar einfach: Schneidet das Brot in Scheiben. Da ich es später zu einer Suppe servieren wollte, durften die Stücke gerne etwas dicker ausfallen.

Für die Marinade habe ich Olivenöl – direkt vom letzten Portugalurlaub –, Salz, Pfeffer und fein gehackte Knoblauchzehen miteinander verrührt. Anschließend wurden die Brotscheiben großzügig damit bestrichen.

Foto: Berenice Humpert

Danach wanderten sie für etwa 10 Minuten bei 180 Grad in den vorgeheizten Backofen, bis sie schön knusprig und goldbraun waren.

Aber Vorsicht: Wenn ihr das Rezept nachkochen möchtet, habt noch einen kleinen Moment Geduld. Zu unserem Knoblauchbrot fehlt schließlich noch die passende Suppe.

Kleine Randbemerkung: Ihr könnt das Brot natürlich ganz nach eurem Geschmack belegen. Ich verwende zum Beispiel gerne halbierte Oliven, die heute allerdings nicht so recht zu unserem Hauptgericht gepasst hätten. Auch Tomaten, veganer Schafskäse oder Frischkäse, Paprika oder frische Kräuter machen sich hervorragend darauf. Eurer Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Mein mitgebrachtes Olivenöl aus Portugal neigt sich langsam dem Ende zu. Falls ihr auf der Suche nach einer hochwertigen Alternative seid, habe ich euch hier zwei Sorten verlinkt, die ich ebenfalls gerne verwende.

Hinweis: Die folgenden Links sind Werbung/Affiliate-Links. Wenn du darüber einkaufst, erhalte ich eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten. Ich empfehle ausschließlich Produkte, die ich selbst nutze oder von deren Qualität ich überzeugt bin.

RAPUNZEL Bio-Olivenöl „Kreta“, nativ extra (Affiliate-Links)

➡️ https://tidd.ly/4eqqVjO

Bio-Olivenöl „Aceite de Oliva Virgen Extra Parra“ (Affiliate-Links)

➡️ https://tidd.ly/4oDxpjV

Foto: Berenice Humpert

Vegane Nudel-Tomaten-Suppe

Ich gebe zu: Ursprünglich hatte ich eine Lasagne-Suppe geplant. Leider fehlte mir dafür eine nicht ganz unwichtige Zutat – die Lasagneplatten. Also war spontanes Umdenken angesagt.

Foto: Berenice Humpert
Foto: Berenice Humpert

Für unsere Suppe schneiden wir zunächst zwei Zwiebeln klein und braten sie in einem großen Topf an. Anschließend geben wir das Sojagranulat hinzu und rösten es kurz mit. Das Schöne daran: Wir müssen es vorher nicht einweichen. Während des Kochens wird es wunderbar locker, nimmt die Flüssigkeit auf und bekommt dabei jede Menge Geschmack.

Nun kommt eine großzügige Portion Gemüsebrühe hinzu. Wie viel genau, hängt davon ab, ob ihr eure Suppe lieber kräftig-würzig oder etwas milder mögt.

Foto: Berenice Humpert
Foto: Berenice Humpert

Als Nächstes wandern eine Packung passierte Tomaten und drei Dosen gehackte Tomaten in den Topf. Danach wird alles mit Wasser aufgefüllt. Achtet darauf, dass genügend Flüssigkeit vorhanden ist, damit die Nudeln später vollständig bedeckt sind und entspannt garen können.

Foto: Berenice Humpert
Foto: Berenice Humpert

Ich habe mich für Bandnudelnester entschieden. Außerdem lagen bei mir noch drei Möhren und vier Tomaten herum, die ihre besten Tage bereits hinter sich hatten. Bevor sie unnötig im Müll landeten, durften sie ebenfalls in den Topf wandern. So bekommt die Suppe noch ein paar zusätzliche Vitamine und wir vermeiden ganz nebenbei Lebensmittelverschwendung.

Foto: Berenice Humpert

Sobald die Suppe köchelt, solltet ihr gelegentlich umrühren. Nun könnt ihr auch etwas Tomatenmark und einen Löffel Ajvar unterrühren. Das sorgt für noch mehr Aroma und eine angenehme Würze.

Und jetzt ist auch der perfekte Zeitpunkt gekommen, euer Knoblauchbrot in den Ofen zu schieben.

Zutaten für etwa 4 sehr hungrige Personen:

Für die Nudel-Tomaten-Suppe

  • 3 Dosen stückige Tomaten
  • 1 Packung passierte Tomaten
  • 500 g Nudeln (z. B. Bandnudeln oder Vollkornnudeln)
  • 150 g Sojagranulat
  • 2 Zwiebeln
  • Gemüsereste nach Wahl (bei mir: 3 Möhren und 4 Tomaten)
  • Gemüsebrühe
  • 1–2 EL Ajvar (je nach gewünschter Schärfe)
  • Gewürze nach Geschmack (z. B. Pfeffer, Paprikapulver, italienische Kräuter)

Für das Knoblauchbrot

Pfeffer

altbackenes Brot (bei mir ein Dinkelbrot aus der „Rette mich!“-Kiste)

ca. 6 Knoblauchzehen

Olivenöl

Salz

Foto: Berenice Humpert

You may also like...

Popular Articles...

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert