Ursprünglich war meine Idee, WaldWendeLeben unter dem Motto „Wellness für Körper und Seele“ aufzubauen. Doch davon wurde mir mehrfach abgeraten, denn der Begriff gilt für vielen als altmodisch oder wirkt auf den ersten Blick wenig modern. So entstand schließlich mein heutiger Leitsatz: „Mehr Natur. Mehr Leben. Mehr Ich.“ Und ich gebe zu – auch dieser gefällt mir sehr. Trotzdem lässt mich die ursprüngliche Idee nicht ganz los. Denn eigentlich beschreibt sie genau das, was ich mit WaldWendeLeben vermitteln möchte. In Deutschland denken viele beim Wort Wellness sofort an luxuriöse Hotels, Massagen oder entspannte Winterabende vor dem Kamin – eingekuschelt in warme Stricksocken und mit einer Tasse dampfendem Tee in der Hand. Und natürlich gehört all das dazu. Doch Wellness bedeutet weit mehr als ein paar Stunden Auszeit.
Das Wellness-Modell von John Travis
Das von John Travis entwickelte Wellness-Modell beschreibt verschiedene Lebensbereiche, die unser Wohlbefinden beeinflussen. Im Folgenden möchte ich zeigen, welche dieser Bereiche bei WaldWendeLeben eine besondere Rolle spielen und wo ich das Modell vielleicht etwas anders betrachte.
Möchtest du mehr über John Travis und seine Ansichten erfahren? Hier findest du einen externen Link für mehr Informationen:
https://www.wellnessverband.de/themen/wellness/john_w_travis_wellness.php
Ich mag dieses Modell, weil es das Thema Wohlbefinden nicht auf einen einzelnen Bereich reduziert. Stattdessen betrachtet es zwölf verschiedene Lebensbereiche, die erst im Zusammenspiel das große Ganze ergeben.
Genau das spricht mich an. Denn auch bei WaldWendeLeben geht es nicht um die eine perfekte Lösung, die plötzlich alle Probleme verschwinden lässt. Es geht vielmehr darum, Schritt für Schritt verschiedene Bereiche des Lebens positiv zu beeinflussen – von Ernährung und Bewegung über Naturerlebnisse und Achtsamkeit bis hin zu Beziehungen, persönlicher Entwicklung und innerer Balance.
In der folgenden Grafik habe ich die zwölf Bereiche des Wellness-Modells nach John Travis auf meine Arbeit und die Themen von WaldWendeLeben übertragen:
| Dimension | WaldWendeLeben |
|---|---|
| Selbstverantwortung | Neustart Ü40, persönliche Entwicklung |
| Atmung | Atemübungen im Wald |
| Wahrnehmung | Achtsamkeit, Waldbaden |
| Ernährung | Vegane Ernährung, Ayurveda |
| Bewegung | Wandern, Yoga, Sport |
| Gefühle | Stressbewältigung, Entspannung |
| Denken | Positive Psychologie, Journaling |
| Spiel & Arbeit | Mehr Lebensfreude statt Selbstoptimierungswahn |
| Kommunikation | Beziehung zu Menschen und Hund |
| Intimität | Beziehung zu sich selbst und anderen |
| Sinn & Spiritualität | Naturverbundenheit, innere Werte |
| Umwelt | Wald, Heilpflanzen, nachhaltiger Lebensstil |
Was Wellness für mich persönlich noch bedeutet
Für mich ist Wellness weit mehr als ein etwas angestaubter Begriff aus der Werbeindustrie. Ich verstehe darunter einen ganzheitlichen Ansatz, der Körper, Psyche, Geist und Seele gleichermaßen berücksichtigt. Eigentlich ist diese Idee keineswegs neu. Schon in der Antike und in traditionellen Gesundheitslehren wie dem Ayurveda ging man davon aus, dass Wohlbefinden erst dann entsteht, wenn verschiedene Lebensbereiche miteinander im Einklang stehen.
Als sich mein eigener Gesundheitszustand durch Stress, Burn-out, ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel und negative Gedanken zunehmend verschlechterte, wurde mir genau das bewusst. Lange Zeit hatte ich diese Zusammenhänge unterschätzt. Heute bin ich überzeugt, dass nachhaltiges Wohlbefinden nicht durch einzelne Maßnahmen entsteht, sondern durch das Zusammenspiel vieler Faktoren.
Deshalb sollte Wellness für mich nicht erst dann beginnen, wenn Körper oder Geist bereits Alarm schlagen. Viel sinnvoller erscheint es mir, frühzeitig auf die eigene Gesundheit zu achten, bewusst für Ausgleich zu sorgen und die verschiedenen Bereiche des Lebens in Balance zu halten. Denn oft ist Vorbeugung der bessere Weg, als später mühsam verlorenes Gleichgewicht wiederherstellen zu müssen.
1. Selbstverantwortung
Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zu sich selbst ist die Frage, was man eigentlich wirklich möchte. Viele Frauen Ü40 stellen irgendwann fest, dass sie sich im Laufe der Jahre selbst aus den Augen verloren haben. Sie haben sich um ihre Kinder und ihre Familie gekümmert, berufliche Verantwortung übernommen oder jahrelang für Ziele gearbeitet, die ihnen heute kaum noch etwas bedeuten. Irgendwann kommt der Moment, an dem die Frage auftaucht: „Und was möchte ich eigentlich?“ Eine Freundin von mir hat ihr ganzes Leben als Fachverkäuferin gearbeitet. Nebenbei zog sie drei Kinder groß und baute gemeinsam mit ihrem Mann ein Haus auf. Erst mit über 50 erinnerte sie sich wieder an ihren ursprünglichen Traum: Sie hätte gerne als Innenarchitektin oder Innendekorateurin gearbeitet. Das Talent dafür besitzt sie zweifellos. Doch der Mut für einen Neuanfang fehlt ihr bis heute, weil ihr von allen Seiten vermittelt wird, sie sei zu alt und solle sich mit ihrem Leben arrangieren. Traurig, oder?
Zum Glück gibt es auch andere Geschichten. Schon als Jugendliche träumte ich davon, Bücher zu schreiben und journalistisch zu arbeiten. Doch wie so viele Träume geriet auch dieser Wunsch im Alltag des Erwachsenwerdens in Vergessenheit. Erst viele Jahre später fand er wieder seinen Weg zurück in mein Leben. Der Unterschied zu meiner Freundin war, dass ich dabei viel Unterstützung erfahren durfte. Mein Mann und mein Sohn haben mich immer wieder darin bestärkt, meinem langjährigen Beruf, der mir kaum noch Freude bereitet und mich körperlich wie gesundheitlich belastet, irgendwann den Rücken zu kehren und meinem Herzen zu folgen. Inzwischen habe ich meinen ersten Roman veröffentlicht, Weiterbildungen zur Stress- und Burnout-Beraterin sowie zur Tierheilpraktikerin abgeschlossen und arbeite bereits an weiteren Ausbildungen. Nicht alles davon führt direkt zum Ziel. Aber jeder Schritt bringt mich näher an das Leben, das ich wirklich führen möchte. Vielleicht ist es genau das, worum es geht: sich daran zu erinnern, wer man einmal war, welche Träume man hatte und welche davon auch heute noch darauf warten, gelebt zu werden.

2. Atmen
Wusstest du, dass viele Menschen im Alltag nicht besonders bewusst atmen? Mir selbst fiel es anfangs erstaunlich schwer, konsequent durch die Nase zu atmen. So seltsam es klingt: Ich musste es tatsächlich erst wieder lernen und üben. Doch warum spielt die Atmung überhaupt eine so wichtige Rolle? Eine ruhige und bewusste Atmung unterstützt die Sauerstoffversorgung des Körpers und kann dabei helfen, das vegetative Nervensystem positiv zu beeinflussen. Vor allem langsames und gleichmäßiges Atmen wird häufig mit Entspannung in Verbindung gebracht und kann dazu beitragen, Stressreaktionen abzuschwächen. Ansonsten wirkt sich unsere Atmung auf zahlreiche Körperfunktionen aus. Sie steht unter anderem mit dem Herz-Kreislauf-System, der Durchblutung und unserer Konzentrationsfähigkeit in Verbindung. Viele Menschen berichten, dass sie sich nach einigen bewussten Atemzügen ruhiger, klarer und ausgeglichener fühlen. Deshalb gehören Atemübungen für mich zu den einfachsten und zugleich wirkungsvollsten Methoden, um im hektischen Alltag einen Moment innezuhalten und wieder bei sich selbst anzukommen.

3. Wahrnehmung
Um ein glückliches und ausgeglichenes Leben zu führen, spielt die Wahrnehmung der eigenen Person eine wichtige Rolle. Doch genau hier liegt oft das Problem: Viele von uns haben sich im Laufe der Jahre zwischen Familie, Beruf, Verpflichtungen und den Erwartungen anderer ein Stück weit selbst verloren. Irgendwann stellt sich die Frage: Wer bin ich eigentlich noch, und was ist mir wirklich wichtig? Deshalb gehört die bewusste Selbstwahrnehmung für mich zu den wichtigsten Schritten auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden. Erst wenn wir uns selbst wieder besser kennenlernen, können wir erkennen, was uns guttut und was uns Kraft raubt. Dabei kann Achtsamkeitstraining eine wertvolle Unterstützung sein. Besonders in der Natur fällt es vielen Menschen leichter, den Blick nach innen zu richten und den ständigen Gedankenstrom für einen Moment zu unterbrechen. Methoden wie Waldbaden laden dazu ein, die Umgebung bewusst wahrzunehmen, im Augenblick anzukommen und gleichzeitig wieder einen besseren Zugang zu den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen zu finden.

4. Ernährung
Kennst du den Spruch: „Du bist, was du isst“? Auch wenn er etwas vereinfacht klingt, steckt doch ein wahrer Kern darin. Unsere Ernährung beeinflusst nicht nur unsere körperliche Gesundheit, sondern kann sich auch auf unser Wohlbefinden, unsere Leistungsfähigkeit und unser allgemeines Lebensgefühl auswirken. Es gibt viele verschiedene Wege, sich bewusst zu ernähren. Ich habe mich aus persönlichen und ethischen Gründen für eine überwiegend vegane und teilweise ayurvedisch inspirierte Ernährungsweise entschieden. Dabei geht es für mich nicht um Perfektion oder starre Regeln, sondern darum, meinem Körper möglichst viele nährstoffreiche Lebensmittel zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig im Einklang mit meinen eigenen Werten zu leben. Diese Leidenschaft teile ich auch hier auf dem Blog. Neben alltagstauglichen Tipps findet ihr bei mir vegane Rezepte, Anregungen für eine bewusste Ernährung und Einblicke in meine persönlichen Erfahrungen. Auch in meinen Ratgebern spielt dieses Thema eine wichtige Rolle.

Mehr zum Thema vegane Ernährung
Warum ich mich für eine vegane Ernährungsweise entschieden habe und welche gesundheitlichen, ethischen und ökologischen Gründe für mich eine Rolle spielen, erfährst du in diesem Beitrag:
5. Bewegung
Bei Bewegung denken wir sofort an lange Joggingrunden, bei denen uns die Zunge bis zum Knie baumelt und unsere Gesichtsfarbe ein beängstigendes Rot annimmt. Nicht falsch verstehen: Laufen ist mein absoluter Lieblingssport. Du bist in der Natur, kannst dich zusammen mit deinem Hund auspowern und bekommst dabei auch noch den Kopf frei. Aber Bewegung ist so viel mehr. Wieso nicht einmal Yoga ausprobieren? Hierzu werde ich bald auch einen Erfahrungsbericht veröffentlichen, wobei meine ersten Versuche bisher eine absolute Blamage waren. Oder, gerade wenn man länger nicht aktiv war, Trampolinspringen? Eigentlich gibt es für jedes Fitnesslevel das richtige Angebot. Man muss nur anfangen und eine Bewegungsform finden, die einem Freude macht.

6. Gefühle
Inzwischen wissen wir alle, wie krank uns chronischer Stress machen kann. Ich selbst habe ihn fleißig – wenn auch ungewollt – im Selbstversuch getestet und bin dabei an meine Grenzen gekommen. Täglicher Stress kann Schlafstörungen, Übergewicht, depressive Verstimmungen und sozialen Rückzug verursachen – um nur einige mögliche Folgen zu nennen. Darum ist es so wichtig, auf die eigene innere Stimme und die eigenen Gefühle zu hören. Schon bei den ersten Anzeichen von wiederkehrendem Stress sollte man die für sich passende Entspannungstechnik finden und regelmäßig anwenden. Auf die verschiedenen Entspannungsübungen werde ich hier auf dem Blog noch näher eingehen.

7. Denken
Während meiner verschiedenen Lehrgänge habe ich eines gelernt: Ein positives Mindset motiviert dich, gibt dir die Kraft, durchzuhalten, und lässt dich an dich glauben. Doch manchmal sorgen Ängste und Stress für ein negatives Selbstbild, das wiederum das Mindset beeinflusst. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten, daran zu arbeiten. Mir selbst hat Journaling sehr geholfen. So habe ich jeden Abend die positiven Erlebnisse des Tages aufgeschrieben, auch wenn es nur Kleinigkeiten waren. Ein kleines Beispiel? Ich habe notiert, wenn das Abendessen einmal nicht verbrannt war, sondern von allen Seiten gelobt wurde, oder wenn ich es geschafft habe, das chronische Generve meiner Vorgesetzten an mir abprallen zu lassen. Aber auch besondere Erlebnisse, wie eine Kurzreise oder positive Bewertungen für meinen Roman „Neues Ich – ab Montag“, wurden in diesem Notizbuch verewigt. Wenn es mir dann einmal wirklich schlecht geht, hole ich dieses Mini-Tagebuch hervor und motiviere mich mit den Einträgen. Probier es doch einmal aus. Es ist erstaunlich, welchen Effekt so eine kleine Veränderung haben kann.

8. Spiel & Arbeit
Kurz gesagt: die aktuell so angesagte Work-Life-Balance. Arbeit ist wichtig und macht dir im besten Fall sogar Freude. Und doch gibt es im Leben noch so viel mehr. Wir befinden uns ständig im Dauerstress zwischen Arbeit, Familie, Haushalt und vielen anderen Aufgaben, die unseren Tag überfüllen. Doch die Frage bleibt: Wo sind wir in dieser Aufzählung? Wo bleiben Lebensfreude, Lachen und Hobbys? Du kannst kein gesundes, glückliches Leben führen, wenn du dich selbst auf dem Weg verlierst. Irgendwann fehlt dir dann auch die Kraft, deinen alltäglichen Verpflichtungen nachzukommen. Mach das, was dich glücklich macht: Leg dich in deine Hängematte und lies ein gutes Buch, gönn dir Wellness in deiner eigenen Badewanne bei Kerzenschein und mit ätherischen Ölen, meditiere, triff dich mit deiner besten Freundin zu einem Mädelsabend oder geh mit deinem Partner romantisch essen.
Egal, was es ist – mach es!

9. Kommunikation
Der Mensch ist ein Rudeltier – zumindest fühlt es sich so an. Wir brauchen andere Lebewesen wie die Luft zum Atmen. Wenn ich alleine in der Wohnung bin, quatsche ich immerzu mit meinen Hunden. Ich erzähle ihnen alles, was vorgefallen ist oder mich an diesem Tag bewegt hat. Leider habe ich nicht den Eindruck, dass es meine Fellnasen sonderlich interessiert, denn oft vernehme ich sogar eindeutige Schnarchgeräusche. Aber mir persönlich tut es gut, diese Dinge laut auszusprechen und zu wissen: Da ist jemand, der zuhört – oder zumindest zuhören muss. Mit seinen Tieren zu sprechen, tut bereits gut, aber auch eine Unterhaltung mit anderen Menschen ist nicht zu verachten. Der Austausch eröffnet neue Blickwinkel und es tut einem selbst gut, die eigenen Gedanken einmal laut auszusprechen. Zusätzlich kann er ein echter Motivationsboost sein. Ein kleines Beispiel? Ich habe allen erzählt, dass ich bis zum nächsten Urlaub abnehmen und mich wieder wohlfühlen möchte in meinem Körper. Immer wenn mich nun all die ungesunden, fettigen Dinge wie Fast Food, vegane Schokolade oder Weingummis angrinsen, male ich mir aus, dass ich beim nächsten Treffen denselben Leuten mein Scheitern erklären müsste. Das ist mir dann unangenehm, und ich halte lieber durch.Ein kleines bisschen Leistungsdruck – aber nur zu deinem Besten.

10. Intimität
Was genau sollen wir jetzt darunter verstehen? Eigentlich bezeichnet Intimität eine besondere Form von Vertrauen und Nähe – sowohl emotional als auch körperlich. Vermutlich denkt jeder sofort an etwas Sexuelles, was natürlich auch dazugehört. Was könnte intimer sein, als Zärtlichkeiten und Berührungen auszutauschen? Aber Intimität bedeutet so viel mehr. Sie kann auf emotionaler Ebene stattfinden, indem man Ängste, Geheimnisse und Gefühle teilt, ohne Verurteilung befürchten zu müssen. Es gibt aber auch die mentale Intimität, bei der Gedanken ausgetauscht werden und man sich gegenseitig – auch auf intellektueller Ebene – unterstützt. Den Grundstein für Intimität legt jedoch die Selbstliebe. Jetzt denkst du vermutlich: „Was meint die denn jetzt?“ Keine Angst, ich erkläre es. Wer sich selbst akzeptiert und wertschätzt, kann Beziehungen oft offener gestalten und Nähe leichter zulassen. Man sollte sich selbst kennen, um anderen die eigenen Bedürfnisse, Grenzen und Gefühle erklären zu können. Denn Kommunikation ist auch in der Intimität eine wichtige Säule. Ein weiterer Punkt: Wer mit sich selbst im Reinen ist, erlaubt sich eher Verletzlichkeit und hat oft weniger Angst vor Ablehnung oder Kritik. Und dann fällt es auch leichter, Nein zu sagen, wenn man etwas nicht möchte.

11. Sinn & Spiritualität
In unserem Fall denken wir dabei weniger an Religion als vielmehr an andere äußere Einflüsse. So sind es die Natur und der Wald, die uns beeinflussen. Auch wenn es in diesem Zusammenhang etwas esoterisch klingt – was natürlich ebenfalls in Ordnung ist, wenn es jemandem hilft –, meine ich es eher aus wissenschaftlicher Sicht. Ich bin davon überzeugt, und die Forschung liefert dafür einige Hinweise, dass der Wald und die Stille der Natur uns Kraft schenken, uns helfen können, unsere Gedanken zu ordnen, und uns dabei unterstützen, wieder mehr zu uns selbst zu finden. Bereits in meiner Kindheit bin ich bei größeren und kleineren Problemen mit meinem ersten Hund Boomer in den Wald gezogen und dort stundenlang geblieben. Danach war Boomer müde und ich fröhlich, denn ich hatte das Gefühl, meine Sorgen direkt in der Natur gelassen zu haben. Noch ein weiteres Beispiel gefällig? Hast du schon einmal bemerkt, wie die verschiedenen Jahreszeiten uns beeinflussen? So bin ich im Herbst immer etwas melancholisch und traurig, wenn die Wildgänse und Kraniche zu ihrem langen Flug aufbrechen oder die Bäume ihr Laub verlieren. Es fühlt sich ein wenig nach Abschied an. Im Frühling dagegen beginnt die Zeit des Erwachens: Die gefiederten Rückkehrer kommen wieder, die Pflanzenwelt erwacht zu neuem Leben, und man selbst spürt oft eine gewisse Aufbruchstimmung. Ob das wissenschaftlich tatsächlich so eindeutig belegt ist, weiß ich nicht mit Sicherheit. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die meisten Menschen lieber durch eine blühende Frühlingslandschaft spazieren als durch einen grauen Novemberregen.

12. Umwelt
Der letzte Punkt ist ein Thema, das uns alle interessieren sollte. In unserem Fall denke ich dabei an Nachhaltigkeit, Waldleben, Tierschutz und – um beim Thema Wellness zu bleiben – an den Einfluss, den unsere Umwelt auf unsere Gesundheit, unser Wohlbefinden und sogar auf unsere Haut und unseren Körper hat. Denn die Welt, in der wir leben, beeinflusst uns weit mehr, als wir oft denken. Sie wirkt sich auf unsere Lebensqualität, unsere Erholung und nicht zuletzt auch darauf aus, wie wir uns fühlen. Deshalb lohnt es sich, bewusst auf die Natur, den Umgang mit Tieren und einen nachhaltigen Lebensstil zu achten.

Fazit
Nun haben wir die zwölf Punkte des Wellness-Modells von John Travis genau unter die Lupe genommen und aus Sicht von WaldWendeLeben betrachtet. Eigentlich kann man darin – wenn man Van-Reisen noch ergänzt – bereits die Inhaltsangabe des gesamten Projekts WaldWendeLeben erkennen. So biete ich hier eine Mischung aus Wellness, Gesundheit, Natur, Unterhaltung, persönlicher Weiterentwicklung und vielem mehr an. Aber keine Sorge: Wir werden all diese Bereiche in vielen Blogbeiträgen, Ratgebern, Onlinekursen und auch in meinen unterhaltsamen Romanen noch deutlich intensiver behandeln.
Gibt es noch etwas anderes, das ihr unter Wellness versteht und von dem ihr denkt, dass es genau auf einen solchen Blog gehört? Dann schreibt es gerne in die Kommentare.

