Du wärst erstaunt, wie viele Hausmittel sich in deinem Küchenschrank befinden, die dir sowohl bei leichten gesundheitlichen Problemen als auch deinem Hund schnelle Hilfe leisten können.
Die Kamille

Die Kamille ist vermutlich die bekannteste Heilpflanze überhaupt. Ich kenne sie noch aus meiner Kindheit und muss zugeben, dass ich ihr bis heute treu geblieben bin. Hatte man eine Entzündung, Zahnschmerzen oder geschwollene Mandeln, kam bei uns fast immer die Kamille zum Einsatz.
Sie gilt als entzündungshemmend, beruhigend, krampflösend und antibakteriell. Verantwortlich dafür sind unter anderem die Inhaltsstoffe Bisabolol und Flavonoide. Die Kamille lässt sich vielseitig anwenden: als Aufguss, zur Inhalation bei Atemwegserkrankungen, als Tee oder äußerlich bei Hautproblemen wie Ekzemen und kleineren Verletzungen.
Aloe vera

Gut, hier habe ich ein wenig geschummelt, denn vermutlich hat nicht jeder Aloe vera in seinem Küchenschrank stehen. Dennoch gehört sie für mich zu den beeindruckendsten Heilpflanzen überhaupt. Die Aloe vera ist vor allem für ihre heilungsfördernden, entzündungshemmenden und feuchtigkeitsspendenden Eigenschaften bekannt und wird überwiegend äußerlich angewendet.
Die ursprünglich aus den trockenen Regionen Nordafrikas und des arabischen Raums stammende Pflanze enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe, darunter Aloeverose und verschiedene Enzyme, denen entzündungshemmende und heilungsfördernde Wirkungen zugeschrieben werden.
Wir nutzen Aloe vera sowohl bei Hautirritationen als auch in der natürlichen Schönheitspflege. Ansonsten wird Aloe vera häufig zur Unterstützung des Verdauungssystems eingesetzt. Vor einer innerlichen Anwendung sollte jedoch auf die richtige Zubereitung und Qualität geachtet werden.
Apfelessig

Apfelessig ist vermutlich ein weiterer Alleskönner in unserer Küche. Ihm werden antiseptische und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, und er kann sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet werden. Die enthaltene Essigsäure besitzt eine leichte antimikrobielle Wirkung und kann dazu beitragen, das Wachstum bestimmter Bakterien und Pilze zu hemmen.
Angewendet wird Apfelessig unter anderem bei Hautproblemen und Juckreiz. Bei Hunden sollte er dabei immer im Verhältnis 1:1 mit Wasser verdünnt werden. Allerdings muss ich aus eigener Erfahrung sagen, dass die Behandlung aufgrund des für viele Tiere unangenehmen Geruchs nicht immer auf große Begeisterung stößt.
Weiterhin wird verdünnter Apfelessig gelegentlich zur Ohrenpflege verwendet. Manche Hundehalter geben auch eine kleine Menge ins Trinkwasser, um die Verdauung zu unterstützen. Die Wirkung kann jedoch individuell unterschiedlich ausfallen.
Auch wir Menschen nutzen Apfelessig gerne. Ein Glas Wasser mit einem Schuss Apfelessig am Morgen ist ein beliebtes Hausmittel und wird häufig verwendet, um die Verdauung anzuregen und den Stoffwechsel in Schwung zu bringen.
Ich muss zugeben: Mit dem Geschmack konnte ich mich nie anfreunden. Deshalb nutze ich lieber Kapseln, die sich deutlich einfacher in meinen Alltag integrieren lassen.
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Kokosöl – Küchenhelfer und Hautpflege

Auch Kokosöl werden verschiedene positive Eigenschaften zugeschrieben. Traditionell wird es sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet und gilt als vielseitiges Hausmittel. Aufgrund seiner Inhaltsstoffe wird ihm eine antibakterielle, antivirale und antimykotische Wirkung nachgesagt.
Äußerlich wird Kokosöl häufig zur Pflege trockener, gereizter oder schuppiger Haut verwendet. Es kann helfen, die Haut geschmeidig zu halten, und wird von vielen Menschen als natürliche Alternative zu herkömmlichen Pflegeprodukten geschätzt.
Auch bei Hunden findet Kokosöl Anwendung. Manche Hundehalter tragen es auf das Fell auf und nutzen es als natürliche Unterstützung im Rahmen der Zecken- und Flohprophylaxe. Ansonsten wird gelegentlich eine kleine Menge dem Futter beigemischt. Dabei wird Kokosöl häufig zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt.
In der menschlichen Ernährung ist Kokosöl ebenfalls sehr beliebt. Besonders in der veganen Küche wird es häufig zum Braten, Backen und Kochen verwendet und ist für viele kaum noch wegzudenken.
Leinsamen und Leinsamenöl

Leinsamen und Leinsamenöl sind reich an Omega-3-Fettsäuren und Ballaststoffen. In der Naturheilkunde werden sie traditionell zur Unterstützung einer normalen Verdauung sowie im Rahmen der Hautpflege eingesetzt. Auch in der veganen Ernährung erfreuen sie sich großer Beliebtheit, da sie eine pflanzliche Quelle für Omega-3-Fettsäuren darstellen.
Ich selbst rühre Leinsamen gerne in mein Müsli oder meinen Sojajoghurt. Sie verleihen den Speisen nicht nur eine angenehme Konsistenz, sondern lassen sich auch unkompliziert in den Alltag integrieren. Ferner können Leinsamen bei Hunden in kleinen, angepassten Mengen als Ballaststoffquelle dem Futter beigemischt werden.
Wie bei allen Nahrungsergänzungen gilt jedoch: Die Menge sollte an die individuellen Bedürfnisse von Mensch und Tier angepasst werden.
Kurkuma – die goldene Wurzel mit langer Tradition

Curcumin ist der bekannteste Inhaltsstoff der Kurkumawurzel. Ihm werden antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben, weshalb Kurkuma seit Jahrhunderten in der ayurvedischen Tradition und in anderen naturheilkundlichen Anwendungen verwendet wird.
Bei Hunden wird Kurkumapulver gelegentlich in kleinen Mengen dem Futter beigemischt. Dabei wird es von manchen Tierhaltern als Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und zur Unterstützung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt. Die Anwendung sollte stets an die individuellen Bedürfnisse des Tieres angepasst werden.
Auch im Zusammenhang mit der Hautpflege und der Pflege kleinerer Hautirritationen wird Kurkuma traditionell verwendet. Bei offenen Wunden oder gesundheitlichen Beschwerden sollte jedoch immer fachkundiger Rat eingeholt werden.
Beim Menschen wird Kurkuma häufig als Gewürz in einer ausgewogenen Ernährung genutzt. Besonders in der ayurvedischen sowie der indischen und asiatischen Küche ist es kaum wegzudenken. Ebenso wird es häufig im Rahmen eines gesundheitsbewussten Lebensstils verwendet.
Ich persönlich mag den charakteristischen Geschmack in indischen und asiatischen Gerichten sehr gerne. Allerdings kenne ich auch viele Menschen, denen das intensive Aroma etwas zu kräftig ist.
Haferflocken

Haferflocken sind reich an wertvollen Nährstoffen und erfreuen sich sowohl in der Ernährung als auch in der natürlichen Hautpflege großer Beliebtheit. Sie enthalten unter anderem Beta-Glucane und Avenanthramide, denen antioxidative und hautberuhigende Eigenschaften zugeschrieben werden.
In der natürlichen Hautpflege werden Haferflocken traditionell bei trockener oder gereizter Haut verwendet. So nutzen manche Hundehalter insbesondere Haferbäder als unterstützende Pflegemaßnahme bei Hautreizungen oder Juckreiz. Wie gut dies funktioniert, kann jedoch von Tier zu Tier unterschiedlich sein.
Unserem alten Matti habe ich Haferflocken gerne unter das Nassfutter gemischt, weil er sie mit Begeisterung gefressen hat. Auch ich selbst esse Haferflocken regelmäßig und schätze sie als vielseitigen Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung.
Viele natürliche Helfer finden sich nicht nur im Küchenschrank, sondern auch in der Hausapotheke. Welche das sind, erfahrt ihr in meinem Blogbeitrag:
Fazit
Hier habe ich euch einige Naturheilmittel aus der heimischen Küche vorgestellt. Manche davon, wie beispielsweise die Haferflocken, haben mich bei meiner Recherche selbst überrascht.
Trotzdem möchte ich euch – auch als Tierheilpraktikerin – ans Herz legen, bei der Anwendung solcher Hausmittel stets vorsichtig zu sein. Was einem Hund guttut, muss nicht zwangsläufig auch für einen anderen geeignet sein. Und was für Hunde unproblematisch ist, kann für Katzen unter Umständen sogar gefährlich werden.
Deshalb empfehle ich grundsätzlich, bei Hautproblemen, Juckreiz oder anderen Beschwerden zunächst einen Tierarzt aufzusuchen. Nur so kann abgeklärt werden, welche Ursache hinter den Symptomen steckt. Manchmal handelt es sich um harmlose Irritationen, manchmal können jedoch auch ernstere Erkrankungen dahinterstecken, die einer gezielten Behandlung bedürfen.
Im Zweifelsfall solltet ihr auch mit eurem Tierarzt besprechen, ob die hier vorgestellten Hausmittel für euer Tier geeignet sind.
Und jetzt seid ihr dran: Habt ihr vielleicht noch einen Geheimtipp aus eurem Küchenschrank, der bei euch schon seit Generationen verwendet wird? Ich bin immer neugierig auf neue Ideen und Erfahrungen. Schreibt eure Tipps gerne in die Kommentare – vielleicht entdeckt ja der eine oder andere Leser noch einen ganz neuen Küchenhelden!
