Geht es uns nicht allen so? Das alte Jahr hat sich verabschiedet, und ein frisches, jungfräuliches steht vor der Tür. Wir sind voller Energie und Pläne und beginnen, unser persönliches Mantra zu beten: „Am 01.01. ist der erste Tag in meinem neuen Leben.“
Bis dahin lassen wir es allerdings noch einmal ordentlich krachen: Chips, Schokolade, Pommes, Bier – im neuen Jahr ist schließlich Schluss damit.
Dann ist er da, der Januar. Draußen schneit oder regnet es, also verschieben wir das Joggen schon mal auf die kommende Woche. Das Fitnessstudio ist auch nicht ideal, denn dafür müsste man nach der Arbeit noch einmal das Haus verlassen. Und plötzlich merken wir: Es ist gar nicht unser innerer Schweinehund, der uns täglich aufs Neue besiegt – es ist echte Erschöpfung.

Ursachen ärztlich abklären lassen
Die Ursachen sind sehr vielfältig: Sie reichen von Stress, Nährstoffmangel, Depressionen und Burn-out über falsche Ernährung und zu wenig Bewegung bis hin zu hormonellen Veränderungen – etwa als Auslöser in den Wechseljahren.
Aufgrund der unzähligen Möglichkeiten ist es unbedingt notwendig, zunächst von einer Hausärztin oder einem Hausarzt abklären zu lassen, ob eine medizinische Ursache vorliegt. Durch eine Blutuntersuchung können bereits Nährstoffmängel oder Schilddrüsenprobleme erkannt oder ausgeschlossen werden.
Liegt eine Diagnose vor, kann man selbst sehr viel tun, um sich Schritt für Schritt wieder fitter und energiegeladener zu fühlen. Lass uns deshalb ein paar Möglichkeiten gemeinsam beleuchten.

Und wenn es doch „nur“ die Psyche ist – was jetzt?
Einer der wichtigsten Schritte ist die Ursachenforschung:
Was genau könnte der Auslöser sein? Was hat sich in den letzten Monaten verändert? Was belastet mich heute so sehr?
In meinem Fall konnte ich relativ schnell erkennen, dass ich kurz vor einem Burn-out stand. Meine Arbeitsstelle forderte mich zunehmend. Aufgaben, die mir noch vor einigen Jahren leicht von der Hand gingen, frustrierten mich plötzlich. Durch die Nachtarbeitszeiten bekam ich dauerhaft zu wenig Schlaf, das Betriebsklima und die Anforderungen hatten sich im Laufe der Zeit verschärft – und besonders im letzten halben Jahr wurde die Situation unerträglich.
Und schon steckte ich mitten in der Mühle:
ständig müde, ohne Perspektive, ausgelaugt. Gesunde Ernährung und Bewegung verloren immer mehr an Bedeutung. In diesem Beitrag könnt ihr nachlesen, wie man genau sein persönliches Glück findet:
Als mir diese Zusammenhänge bewusst wurden, wurde eines klar: Viele dieser Dinge konnte nur ich selbst verändern.
Also musste ich an die Hauptursache heran – und die lag in meiner beruflichen Situation. Es war Zeit für eine neue Perspektive.
Plötzlich meldete sich ein alter Kindheitstraum zurück: Romane schreiben. Und warum nicht humorvolle Romane über Frauen, die sich in einer ganz ähnlichen Lebenssituation befinden? Gleichzeitig wuchs in mir der Wunsch, Menschen zu helfen, die mit denselben Herausforderungen kämpfen wie ich in dieser schwierigen Zeit. Erinnert auch ihr euch noch an eure alten Träume und überlegt, euch diese vielleicht doch noch zu erfüllen? Dann seht euch bitte meinen Blogbeitrag zu dem Thema an:
Seitdem habe ich bereits mehrere Lehrgänge absolviert – vom Gesundheitsberater über Coach für Burn-out- und Stressprävention bis hin zum veganen Ernährungsberater. Aus all diesen Erfahrungen, Ausbildungen und meinem persönlichen Weg hat sich nach und nach meine heutige berufliche Perspektive entwickelt.
Mein nächster Schritt war dann ganz bewusst die Ernährung. Ich begann wieder, mich gesund, ausgewogen und nährstoffreich zu ernähren – als Grundlage, um meinem Körper und meiner Psyche überhaupt die Kraft für weitere Veränderungen zu geben.

Welche Schritte helfen noch, um endlich wieder durchzustarten?
Nach der Umstellung meiner Ernährung wurde schnell deutlich, dass es noch weitere Stellschrauben gab. Gerade in Phasen starker Erschöpfung reicht selbst eine gesunde Ernährung nicht immer aus, um leere Speicher sofort wieder aufzufüllen. Gezielte Nahrungsergänzungsmittel können hier sinnvoll unterstützen – vorausgesetzt, sie werden bewusst und individuell eingesetzt.
Besonders Nährstoffe wie Magnesium, B-Vitamine, Vitamin D oder Eisen spielen eine zentrale Rolle für unser Nervensystem, unsere Muskeln und unseren Energiehaushalt. Fehlt es hier, fühlen wir uns antriebslos, erschöpft und innerlich leer – ganz egal, wie sehr wir „funktionieren wollen“. Die richtige Versorgung kann spürbar dazu beitragen, dass der Körper langsam wieder in seine Kraft findet.
Ein weiterer wichtiger Baustein war für mich Bewegung – allerdings nicht im Sinne von Leistungsdruck oder strengen Trainingsplänen. In dieser Phase ging es nicht um Sportprogramme, sondern um sanfte Aktivierung: Spaziergänge, leichtes Yoga, Dehnübungen oder einfach bewusstes Draußensein. Bewegung fördert die Durchblutung, senkt Stresshormone und hilft dem Körper, wieder Glücksbotenstoffe wie Serotonin und Dopamin auszuschütten. Oft kommt der Antrieb nicht vor der Bewegung – sondern durch sie.
Was ebenfalls lange unterschätzt wird, ist das Thema Trinken. Schon eine leichte Dehydrierung kann Konzentrationsprobleme, Müdigkeit und innere Schwere verstärken. Ausreichend Wasser oder ungesüßte Kräutertees unterstützen nicht nur den Stoffwechsel, sondern helfen auch dabei, Stress besser zu verarbeiten. Regelmäßiges Trinken ist eine einfache, aber wirkungsvolle Form der Selbstfürsorge.
All diese Maßnahmen haben eines gemeinsam: Sie geben dem Körper das Signal, dass er wieder versorgt, gesehen und unterstützt wird. Und genau das wirkt sich direkt auf unseren Antrieb aus. Energie entsteht nicht aus Disziplin, sondern aus einem Zusammenspiel von Nährstoffen, Bewegung, Flüssigkeit und innerer Erlaubnis, langsam wieder aufzutanken.
Welche Nahrungsergänzungsmittel können jetzt helfen?

Häufig fehlen einem ausgepowerten Körper bestimmte Nährstoffe, insbesondere Eisen, Vitamin D, Vitamin B12, Folsäure und Magnesium. Diese Mängel können erheblich dazu beitragen, dass wir uns dauerhaft müde, antriebslos und innerlich erschöpft fühlen.
Gerade für Veganer ist Vitamin B12 essenziell. Es kann über eine rein pflanzliche Ernährung nicht ausreichend aufgenommen und sollte daher dauerhaft und zuverlässig supplementiert werden. Ein unbehandelter B12-Mangel wirkt sich nicht nur auf den Energiehaushalt aus, sondern auch auf Nerven, Konzentration und psychische Stabilität.
Doch auch die anderen genannten Nährstoffe können in Phasen hoher Belastung oder während einer Ernährungsumstellung vorübergehend zu kurz kommen. Selbst wenn wir beginnen, uns wieder ausgewogen und gesund zu ernähren, dauert es oft eine Weile, bis sich die Speicher im Körper wieder füllen. In dieser Übergangszeit kann eine gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein, um den Körper zu unterstützen und weitere Erschöpfung zu vermeiden.
Aber warum wirken sich gerade diese Vitamin- und Mineralstoffmängel so stark auf unser Befinden aus? Sie spielen eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel, im Nervensystem und bei der Stressverarbeitung. Fehlen sie, gerät der Körper aus dem Gleichgewicht – und das spüren wir sowohl körperlich als auch mental.

Warum wir Vitamine wie Eisen, Magnesium und Co. für unsere Power benötigen
Warum diese Nährstoffe so wichtig sind
- Eisen
Eisen ist entscheidend für den Sauerstofftransport im Blut. Fehlt es, werden unsere Zellen schlechter versorgt – die Folge sind Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme und ein deutlich reduzierter Antrieb. - Vitamin D
Vitamin D wirkt wie ein Hormon und beeinflusst nicht nur Knochen und Immunsystem, sondern auch unsere Stimmung und psychische Stabilität. Ein Mangel kann sich in Antriebslosigkeit, depressiver Verstimmung und erhöhter Stressanfälligkeit äußern. - Vitamin B12
Vitamin B12 ist essenziell für die Nervenfunktion, die Blutbildung und den Energiestoffwechsel. Ein Mangel führt häufig zu starker Erschöpfung, innerer Leere, Konzentrationsstörungen und kann langfristig das Nervensystem schädigen. Für Veganer ist eine regelmäßige Supplementierung unverzichtbar. - Folsäure (Vitamin B9)
Folsäure unterstützt die Zellteilung und die Blutbildung und ist wichtig für die psychische Balance. Ein Mangel kann Müdigkeit, Reizbarkeit und emotionale Erschöpfung begünstigen. - Magnesium
Magnesium spielt eine zentrale Rolle für Muskeln, Nerven und Stressregulation. Bei Mangel reagieren wir gereizter, schlafen schlechter und fühlen uns innerlich angespannt oder ausgelaugt.
🌿 Gut zu wissen
Nahrungsergänzung kann in belastenden Phasen oder während einer Ernährungsumstellung sinnvoll sein –
ersetzt aber keine ausgewogene Ernährung.
Fazit: Kleine Schritte können Großes bewirken
Erschöpfung, Antriebslosigkeit und das Gefühl, nicht mehr richtig bei sich selbst zu sein, entstehen selten über Nacht. Oft sind sie das Ergebnis aus anhaltendem Stress, innerem Druck, Nährstoffmängeln und einer Lebenssituation, die uns langsam, aber stetig auslaugt.
Der wichtigste Schritt ist, ehrlich hinzuschauen: die eigenen Signale ernst zu nehmen, Ursachen zu erkennen und sich selbst wieder in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei geht es nicht um radikale Veränderungen oder Perfektion, sondern um bewusste, machbare Schritte – sei es durch eine bessere Nährstoffversorgung, sanfte Bewegung, ausreichend Flüssigkeit oder das Überdenken der eigenen beruflichen und privaten Rahmenbedingungen.
Was dieser Weg vor allem zeigt: Wir sind unserer Erschöpfung nicht hilflos ausgeliefert. Auch wenn nicht alles sofort veränderbar ist, gibt es immer Stellschrauben, an denen wir selbst drehen können. Jeder kleine Schritt zurück zu mehr Selbstfürsorge, Klarheit und innerer Balance ist ein Schritt hin zu mehr Lebensqualität.
Manchmal beginnt genau dort etwas Neues – mehr Energie, mehr Leichtigkeit und vielleicht sogar eine ganz neue Perspektive auf das eigene Leben.
Sucht ihr noch mehr Informationen? Hier findet ihr einige externe Links:
https://www.mpg.de/21375339/0112-pskl-ein-blicke-in-die-depression-153150-x
https://www.dak.de/dak/gesundheit/koerper-seele/schlaf/staendig-muede_84920

