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Apfelwoche

Wie ein ganz gewöhnlicher Apfel dich schöner, gesünder und entspannter macht

Bild:edchechine/shutterstock.com

Meine lieben Nachbarn haben einen Wunderbaum – einen kleinen Apfelbaum, der Jahr für Jahr so viele Früchte trägt, dass man fast das Gefühl bekommt, er wolle die ganze Straße versorgen. 🍎
Und wie jedes Jahr wurden auch wir wieder reich beschenkt: Körbe voller leuchtend roter, duftender Äpfel – natürlich Bio und einfach himmlisch im Geschmack.

Doch was macht man mit so vielen Äpfeln? Apfelkuchen, Apfelmus, Apfelsaft … irgendwann hat man alles durchprobiert. Und dann kam mir diese Idee:
Warum nicht eine ganze Woche lang dem Apfel widmen – mit leckeren veganen Rezepten, ayurvedischen Gesundheitstipps und sogar ein bisschen natürlicher Kosmetik?

Denn der Apfel ist weit mehr als nur ein schneller Snack zwischendurch. Er ist ein kleines Wellnessprogramm in der Schale – für Körper, Geist und Seele.

Der Apfel in der veganen Küche

Der Apfel ist so vielseitig, dass man ihn problemlos in Frühstück, Hauptgerichte und Desserts einbauen kann – ohne dass es langweilig wird.

Warmes Apfel-Zimt-Porridge

Ein Klassiker, aber ayurvedisch leicht angepasst:
Gedünstete Äpfel mit etwas Ghee oder Kokosöl, Zimt, Kardamom und Haferflocken – dazu ein Schuss Hafermilch und ein paar gehackte Mandeln.
Das wärmt, nährt und bringt dich sanft in den Tag.

👉 Tipp: Laut Ayurveda harmonisiert der süße Geschmack des Apfels Vata und Pitta – perfekt für Herbsttage, an denen Wind und Wetter an unseren Nerven zerren.

Bild: Berenice Humpert

Kartoffel-Apfel-Auflauf mit veganem Hirtenkäse

Ich weiß, Apfel und Kartoffel klingen nach einer seltsamen Kombi – aber warte, bis du den ersten Bissen nimmst!
Mein veganer Apfel-Kartoffelauflauf mit Schafskäse schmeckt wie Herbst auf einem Teller – cremig, würzig, fruchtig.
👉 Zum Rezept: https://berenice-isst-vegan.com/vegane-rezepte-fuer-jeden-tag-gesund-guenstig-und-schnell/veganer-apfel-kartoffelauflauf-mit-schafskaese-herzhaft-fruchtig/

Schneller Apfel-Crumble

Für die Seele:

Zutaten (für 2–3 Portionen)

Für die Füllung:

  • 3 Äpfel (säuerlich-süß, z. B. Elstar oder Boskop)
  • 1 EL Ahornsirup oder Reissirup
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Vanille
  • 1 Spritzer Zitronensaft
  • 1–2 EL Rosinen oder gehackte Datteln (optional)

Für die Streusel:

  • 60 g Haferflocken
  • 40 g Mandelmehl oder gemahlene Mandeln
  • 2 EL Kokosöl (weich oder leicht geschmolzen)
  • 1 ½ EL Ahornsirup
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Zubereitung

  1. Ofen vorheizen: auf 180 °C Ober-/Unterhitze.
  2. Äpfel vorbereiten: Schälen, entkernen, in Stücke schneiden und mit Zimt, Vanille, Zitronensaft und Ahornsirup vermengen.
    → In eine kleine Auflaufform geben.
  3. Streusel mischen: Haferflocken, Mandeln, Kokosöl, Ahornsirup, Zimt und Salz zu einer krümeligen Masse vermengen.
  4. Crumble zusammensetzen: Streusel über die Apfelmischung geben.
  5. Backen: ca. 25–30 Minuten, bis es goldbraun duftet und leicht blubbert.

Tipp:

Lauwarm servieren – am besten mit einem Löffel veganem Vanillejoghurt, etwas Zimt und ein paar gehackten Nüssen on top.

Ayurvedisch gesehen ist dieses Dessert wunderbar Vata-beruhigend: süß, warm, weich und wohltuend – perfekt für Herbst und Winter.

Bild: Stsvirkun/shutterstock.com

Ayurveda liebt Äpfel

Im Ayurveda gilt der Apfel als ausgleichend, reinigend und kühlend. Besonders Pitta- und Kapha-Typen profitieren von ihm.
Er unterstützt die Verdauung, wirkt leicht entgiftend und spendet Energie, ohne zu beschweren.

So nutzt du Äpfel ayurvedisch richtig

  • Nie eiskalt aus dem Kühlschrank essen – das schwächt das Verdauungsfeuer (Agni).
  • Gedünstet oder gebacken sind Äpfel leichter verdaulich.
  • Mit Gewürzen kombinieren: Zimt, Kardamom, Nelke, Ingwer.
  • Morgens essen, nicht abends – sie aktivieren sanft den Stoffwechsel.

Ayurvedisches Apfelkompott

Ein echter Klassiker:
1 Apfel in Stücke schneiden, mit etwas Wasser, Zimt, Kardamom, Rosinen und einem Klecks Ghee weich köcheln lassen.
Es wirkt leicht, reinigt sanft und schenkt dir innere Ruhe – perfekt als Frühstück oder Detox-Zwischenmahlzeit.

Bild: Berenice Humpert

Schönheit aus dem Apfel – natürliche Pflege

Der Apfel ist nicht nur ein Gesundheitsheld, sondern auch ein Beauty-Geheimnis.
Er enthält Pektin, Vitamin C, Fruchtsäuren und Antioxidantien – alles, was Haut und Haare lieben.

DIY-Apfelmaske für frische Haut

1 EL geriebener Apfel + 1 EL Haferflocken + 1 TL Kokosjoghurt
→ auftragen, 10 Minuten wirken lassen, abspülen.
Ergebnis: zarte, strahlende Haut mit natürlichem Glow.

Glanzspülung mit Apfelessig

Ein Schuss Apfelessig in 200 ml Wasser, nach der Haarwäsche über die Längen geben (nicht ausspülen).
Das sorgt für Glanz, schließt die Schuppenschicht und wirkt antibakteriell.

💬 Achtung: Immer verdünnen, sonst kann’s zu viel des Guten sein.

Der Apfel in der Hundeküche – sanfte Hilfe für den Darm

Bild: Berenice Humpert

Auch für Hunde ist der Apfel ein echter Allrounder!
Geriebene Äpfel – am besten mit etwas braun gewordener Oberfläche, da sie dann Pektin freisetzen – können bei Durchfall helfen, weil sie Giftstoffe binden und die Verdauung beruhigen.
Gekochte oder gedünstete Äpfel dagegen wirken mild abführend und unterstützen sanft bei Verstopfung.
Wichtig: Den Apfel immer ohne Kerne und Stiel geben, da diese geringe Mengen Blausäure enthalten.

💚 So zeigt sich einmal mehr: Der Apfel ist nicht nur für uns Menschen ein kleines Hausmittel, sondern auch für unsere vierbeinigen Freunde ein natürlicher Helfer für einen gesunden Bauch.

🍏 Apfel & Hund – kleine Verdauungshilfe auf natürlichem Weg 🐾

💚 Anwendung🍎 Zubereitung & Wirkung⚠️ Hinweis
Bei DurchfallRoh, fein gerieben (mit etwas bräunlicher Oberfläche) – das enthaltene Pektin bindet Giftstoffe und beruhigt den Darm.Nur Fruchtfleisch verwenden, keine Kerne oder Stiele.
Bei VerstopfungGekocht oder gedünstet – wirkt mild abführend, regt die Verdauung an und ist leicht verdaulich.Ohne Zucker oder Gewürze, einfach pur geben.
Als SnackIn dünnen Scheiben oder kleinen Stücken – knackig, vitaminreich und erfrischend.Immer Bio-Qualität bevorzugen.

🍃 Tipp: Kleine Mengen reichen völlig – etwa 1–2 Esslöffel pro 10 kg Körpergewicht genügen als Ergänzung.

Achtsamkeit & Apfelmoment

Der Apfel als Achtsamkeitsübung

Wusstest du, dass man den Apfel auch wunderbar in sein Achtsamkeitstraining einbauen kann? 🍏
Setz dich hin, nimm einen Apfel in die Hand. Schau ihn dir an – seine Farbe, seine Form, die kleinen Unebenheiten. Rieche, fühle, koste.

Bewusst zu essen ist gelebte Achtsamkeit – eine kleine Erinnerung daran, wie wertvoll jedes Nahrungsmittel eigentlich ist.
Wann hast du zum letzten Mal einen Apfel wirklich wahrgenommen – mit all deinen Sinnen?

Mein Fazit nach der Apfelwoche

Nach sieben Tagen voller Apfelduft, Ayurveda und Selbstfürsorge ist mir klar geworden:
Der Apfel ist ein echtes Multitalent.
Er stärkt, reinigt, nährt – und schenkt kleine Momente des Glücks im Alltag.

Und vielleicht ist das genau das, was wir alle manchmal brauchen:
Nicht die nächste Superfood-Trendfrucht, sondern einfach etwas Echtes, Heimisches, Bodenständiges.

Lust auf deine eigene Apfelwoche?

Probier’s aus:

  • Plane 3 Rezepte, 1 Beauty-Tag, 1 Achtsamkeitsmoment
  • Mach Fotos, notiere deine Lieblingsideen
  • Teile deine Erkenntnisse mit Freunden

Denn: Manchmal steckt das große Wohlbefinden in den ganz kleinen Dingen – und vielleicht in einem Apfel aus dem Garten nebenan.

Lust auf noch mehr Infos zum Thema Äpfel? Hier geht es zu externen Links anderere Internetseiten:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/obst-fruechte/apfel

https://www.t-online.de/gesundheit/ernaehrung/id_100422346/jeden-tag-ein-apfel-das-passiert-bei-taeglichem-verzehr.html

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