Selbstfürsorge und Neuanfang

Frauenfreundschaften über 40 – warum sie sich verändern und was das mit uns macht

Mit über 40 haben wir neue Prioritäten gesetzt

Mit über 40 haben wir viele Lebenserfahrungen gesammelt, neue Prioritäten gesetzt und auch unsere Sicht auf Freundschaften hat sich verändert. Gerade Freundschaften über 40 fühlen sich oft anders an als früher.

Kennt ihr das noch? Als wir jung waren, hatten wir ein Notizbuch, in dem die Adressen und Telefonnummern unserer unzähligen Freunde und Bekannten standen. Seitenweise Kontakte, jeder irgendwie wichtig, ständig unterwegs.

Ja, liebe Generation Z, wir mussten unsere Telefonnummern noch per Hand notieren, weil wir ganz selbstverständlich ohne Smartphone gelebt haben. Verabredungen wurden nicht per App koordiniert, sondern spontan getroffen oder am Festnetz vereinbart.

Heute wirkt es fast rätselhaft, wie das eigentlich funktioniert hat.

Warum sich Freundschaften ab 40 verändern

Bei der Wahl unserer Freundschaften spielen heute andere Dinge eine Rolle als früher. Es geht nicht mehr darum, nach außen oder für das eigene Ego den Eindruck zu erwecken, dass wir möglichst beliebt sind und einen riesigen Freundeskreis haben.

Freundschaften über 40 fühlen sich anders an. Wir suchen keine Bühne mehr, sondern Verbindung. Wir möchten uns treu bleiben können, ohne uns zu verstellen. Neid, Missgunst oder unterschwellige Eifersucht haben darin keinen Platz mehr. Stattdessen entsteht Raum für Ehrlichkeit, für echtes Interesse und für das gute Gefühl, einfach man selbst sein zu dürfen.

Eine Freundschaft zwischen Frauen über 40 muss nicht durchgehend gepflegt oder künstlich am Leben gehalten werden. Man sieht sich manchmal mehrere Monate nicht, weil Alltag, Familie, Arbeit oder auch eigene Themen dazwischenkommen. Und doch kann man beim nächsten Treffen genau dort weitermachen, wo man aufgehört hat.

Es besteht kein Zwang. Niemand fühlt sich vernachlässigt. Niemand zählt mit, wer sich zuletzt gemeldet hat.

Vielleicht ist genau das die größte Qualität von Freundschaften über 40: Sie beruhen nicht mehr auf Dauerpräsenz, sondern auf Vertrauen.

Qualität statt Quantität – was wirklich zählt

Wenn man über 40 ist, legt man bei der Wahl seiner Freundschaften deutlich mehr Wert auf Klasse statt auf Masse. Der riesige Bekanntenkreis verliert an Bedeutung. Stattdessen bleiben oft drei bis fünf vertraute Menschen, auf die man sich wirklich verlassen kann.

Freundschaften über 40 entstehen nicht zufällig. Unbewusst suchen wir uns Menschen, die in einer ähnlichen Lebensphase stehen. Die Kinder sind im gleichen Alter, die Herausforderungen zwischen Familie und Beruf ähneln sich, die Doppelbelastung ist kein Fremdwort. Man versteht einander, ohne lange erklären zu müssen. Oft verbinden gemeinsame Interessen oder Hobbys zusätzlich.

Es gibt aber auch diese besonderen Freundschaften über 40, die schon ein ganzes Leben überdauert haben. Manchmal reichen sie zurück bis in die Kindheit.

Ich erinnere mich an meine Oma. Sie hat ihre beste Freundin bereits in der Grundschule kennengelernt und war bis zu ihrem Tod mit 80 Jahren eng mit ihr verbunden. Diese beiden Frauen sind gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen. Sie haben Trauer erlebt, Freude geteilt, gelacht, geweint und sogar zusammen die Welt bereist.

Mich hat das immer sehr beeindruckt. Eine Freundschaft, die ein ganzes Leben trägt.

Heute, in unserer schnelllebigen Zeit, wirken solche lebenslangen Verbindungen fast wie eine Rarität. Umso wertvoller sind sie. Wenn man das Glück hat, eine solche Freundin gefunden zu haben, sollte man diese Beziehung bewusst pflegen. Nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus Dankbarkeit.

Denn echte Freundschaften über 40 sind kein Zufall. Sie sind ein Geschenk.

Wenn Freundschaften leiser werden

Es ist ganz normal, wenn Freundschaften leiser werden oder man sich mit der Zeit auseinanderlebt. Kennt ihr das? Ihr trefft eine Freundin, mit der ihr früher alles geteilt habt. Liebeskummer, die persönlichsten Gedanken, die größten Ängste. Und plötzlich steht da jemand vor euch, der sich vertraut und gleichzeitig fremd anfühlt.

Im ersten Moment tut das weh. Man fragt sich, was vorgefallen ist. Ob man etwas falsch gemacht hat. Doch gerade bei Freundschaften über 40 gehört diese Erfahrung manchmal dazu.

Wir alle entwickeln uns weiter. Wir verändern unsere Werte, unsere Prioritäten, unsere Lebensentwürfe. Und nicht jede Entwicklung verläuft im Gleichklang mit bestehenden Freundschaften. Das ist schade, aber es ist normal.

Die Interessen können weit auseinandergehen. Während die eine eine Familie gründet und zwischen Kita, Schule und Alltag jongliert, startet die andere vielleicht zu einer Weltreise oder stellt ihre Karriere an erste Stelle. Lebensrealitäten verschieben sich. Gespräche fühlen sich anders an. Gemeinsame Themen werden weniger.

Oft versucht man es noch eine Weile, der alten Zeiten wegen. Man trifft sich, erinnert sich, lacht über frühere Geschichten. Doch irgendwann merkt man, dass sich etwas grundlegend verändert hat. Die Wege trennen sich leise, manchmal ohne Streit, manchmal einfach durch Distanz.

Und auch das darf sein.

Denn so wie sich manche Freundschaften über 40 verabschieden, entstehen neue. An die Stelle einer alten Weggefährtin tritt oft eine Person, die besser zur aktuellen Lebensphase passt. Jemand, der ähnliche Herausforderungen kennt, ähnliche Fragen stellt, ähnliche Ziele verfolgt.

Freundschaften sind keine starren Konstrukte. Sie sind lebendig. Und manchmal bedeutet Wachstum eben auch Loslassen.

Wenn Freundschaften über 40 toxisch werden – Warnzeichen und was du tun kannst

Manchmal ist es aber auch so, dass die Freundin, die uns am Herzen liegt, es vielleicht gar nicht so gut mit uns meint, wie wir glauben. Gerade bei Freundschaften über 40 wünschen wir uns Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und gegenseitige Unterstützung. Doch was, wenn stattdessen Manipulation, Eifersucht oder subtile Abwertung im Raum stehen?

Was, wenn die Freundin versucht, uns nach ihren Vorstellungen zu formen?

Auch hier kann ich eine kleine Anekdote erzählen. In jüngeren Jahren hatte ich eine beste Freundin, die mir unglaublich viel bedeutete. Es hat lange gedauert, bis ich erkannte, dass sie aus Eifersucht versuchte, mich zu manipulieren. Sie machte meinen Lebenspartner schlecht, kritisierte meinen Stil, gerade dann, wenn er mir eigentlich besonders gut gefiel, und redete mir meine Karrierepläne aus.

Ich habe ihre vermeintlich gut gemeinten Vorschläge lange als Freundschaftsdienst gewertet. Erst später wurde mir klar, dass sie mich nicht stärken, sondern kleinhalten wollte.

Wie erkennt man toxische Dynamiken in Freundschaften Ü40?

In meinem Fall waren es Außenstehende, die mich wachgerüttelt haben. Mein Lebenspartner, andere Freunde, sogar meine Eltern haben mich vorsichtig darauf hingewiesen, dass hier etwas nicht stimmt.

Und genau das ist wichtig: Solche Hinweise sollte man zumindest ernsthaft prüfen. Nicht jede Kritik von außen ist richtig, aber sie kann ein Spiegel sein.

Noch wichtiger ist das eigene Gefühl. Wenn du dich in einer Freundschaft nicht mehr wohlfühlst, dich ständig rechtfertigst oder dich kleiner machst, als du bist, dann ist das ein Warnzeichen. Gerade Freundschaften über 40 sollten von Reife, Respekt und gegenseitiger Wertschätzung geprägt sein und nicht von Konkurrenz oder subtiler Kontrolle.

Wann ist es Zeit, loszulassen?

Ich habe damals eine für mich bedeutungsvolle Beziehung beendet. Das war schmerzhaft, aber notwendig. Jahre später haben wir uns noch einmal angenähert, doch die alten Erfahrungen hatten Spuren hinterlassen. Mehr als eine lockere Bekanntschaft wurde es nicht mehr.

Und das ist in Ordnung.

Nicht jede Freundschaft ist für die Ewigkeit bestimmt. Manche begleiten uns durch eine bestimmte Lebensphase und dürfen danach gehen. Besonders mit über 40 dürfen wir lernen, Beziehungen bewusst zu wählen und uns von denen zu lösen, die uns nicht guttun.

Denn Freundschaften über 40 sollten kein Kraftakt sein, sondern ein sicherer Ort.

Dieses Bild wurde KI generiert und von mir bearbeitet

Fazit: Frauenfreundschaften Ü40 – weniger Lärm, mehr Tiefe

Mit über 40 verändern sich unsere Freundschaften. Nicht, weil wir schwieriger werden. Sondern weil wir klarer werden.

Wir wissen besser, wer wir sind. Was wir brauchen. Und was wir nicht mehr aushalten möchten. Oberflächliche Kontakte verlieren an Bedeutung, während echte Verbundenheit wertvoller wird als je zuvor.

Freundschaften Ü40 müssen nicht täglich gepflegt werden, um stabil zu sein. Sie dürfen Pausen haben. Sie dürfen leiser werden. Und manchmal dürfen sie auch enden, wenn sie uns nicht mehr guttun.

Gleichzeitig können sie zu einem sicheren Hafen werden. Zu einem Ort, an dem wir uns nicht vergleichen müssen. An dem wir nicht perfekt sein müssen. An dem wir einfach wir selbst sein dürfen.

Gerade in Lebensphasen wie den Wechseljahren, in Zeiten von beruflicher Doppelbelastung oder persönlichen Umbrüchen, sind ehrliche, wohlwollende Freundschaften ein echtes Geschenk. Sie stärken unser Selbstwertgefühl, statt es zu untergraben.

Und vielleicht ist genau das der Unterschied zu früher:
Es geht nicht mehr um Masse. Es geht um Echtheit.

Freundschaften Ü40 sind kein Wettbewerb.
Sie sind eine bewusste Entscheidung.

Und manchmal sind es nur drei Menschen im Leben, die bleiben – aber die tragen uns durch alles

Wenn ihr mehr Informationen zu dem Thema Freundschaften Frauen über 40 erfahren wollt, findet ihr hier ein paar externe Links zu anderen Internetseiten:

https://gemeinsamerleben.com/blog/freunde-finden-ab-40

https://www.brigitte.de/liebe/persoenlichkeit/freundschaften-ue40–wie-die-5-3-1-regel-deine-beziehungen-rettet–wenn-du-aelter-wirst-13836498.html

Mit über 40 verändert sich viel.
Nicht nur äußerlich. Nicht nur hormonell. Sondern tief innen.

Die Wechseljahre sind für viele Frauen eine sensible Phase. Der Körper fühlt sich anders an. Die Haut verändert sich. Die Energie schwankt. Vielleicht kommt schlechter Schlaf dazu, vielleicht Gewichtszunahme, vielleicht dieses diffuse Gefühl, nicht mehr ganz die zu sein, die man einmal war.

Und genau in dieser Phase entscheidet sich oft, wie stabil unser Selbstwert wirklich ist.

Was passiert also, wenn ausgerechnet die beste Freundin plötzlich Sätze fallen lässt wie:

„Findest du nicht auch, dass man dir die Wechseljahre ansieht?“
„Pass auf, dass dein Mann nicht irgendwann etwas Jüngeres will.“

Genau hier beginnt die Geschichte meiner 46-jährigen Hauptfigur Mala in meinem Debüt-Roman „Neues Ich – ab Montag“.

Ein scheinbar harmloser Kommentar.
Ein Satz, dahingesagt im Schwimmbad.

Denn wenn eine beste Freundin plötzlich andeutet, man habe „optisch abgebaut“, dann geht es um Selbstwert.

Mala steht mitten im Leben. Mit 46 Jahren ist sie glücklich verheiratet, beruflich angekommen und realistisch genug, um zu wissen, dass ihr Jugendtraum vom großen Journalistenleben vielleicht nicht mehr in Erfüllung gehen wird. Und doch fehlt es ihr an nichts. Sie hat Freunde, Hobbys und fühlt sich – trotz der aktuellen, manchmal kritischen Phase der Wechseljahre – attraktiv und lebendig. Sie blickt auf ein erfülltes Leben.

Bis ihre „beste Freundin“ auftaucht – und dieses stabile Fundament ins Wanken bringt.

Was als beiläufiger Kommentar beginnt, entwickelt sich schleichend zu einer Spirale aus Selbstzweifeln. Mala betrachtet sich kritischer. Sie beginnt zu vergleichen. Sie hinterfragt ihr Aussehen, ihre Beziehung, ihre Ausstrahlung – und plötzlich auch all das, was sie zuvor nie infrage gestellt hätte.

In „Neues Ich – Montag“ erzähle ich diese Entwicklung bewusst mit einem Augenzwinkern. Humor ist schließlich oft unser Schutzschild. Doch unter der Oberfläche geht es um etwas sehr Ernstes: darum, wie eine falsche Freundschaft – gepaart mit subtiler Manipulation – eine Frau dazu bringen kann, alles zu hinterfragen, was sie vorher glücklich gemacht hat.

Gerade in einer Lebensphase, in der Frauen Ü40 eigentlich beginnen könnten, sich selbst neu zu entdecken und zu stärken, reichen manchmal wenige Worte, um alte Unsicherheiten wieder wachzurufen.

Und auch wenn die humorvollen Episoden beim Hot Yoga, bei der Selleriesaftkur oder beim leicht verzweifelten Krakseln an der Kletterwand zum Schmunzeln einladen, werden sich viele Leserinnen in Mala wiederfinden.

Genau das macht diese Geschichte so nahbar.

Darf ich hier meinen, zum Beitrag passenden Debüt-Roman vorstellen?

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📖 Aus meinem Roman „Neues Ich – ab Montag“
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„Sag mal, Mala, wie alt bist du jetzt?“
Ich lächelte sie an. „Das weißt du doch. Du hast doch gegen meinen Willen diese riesige Feier zu meinem 46. Geburtstag organisiert!“
Anna ignorierte die kleine Spitze, die ich ihr mitgegeben hatte.
„Bist du denn schon in den Wechseljahren?“
Ich schüttelte den Kopf. „Nein, also nicht richtig. Ich merke erste Anzeichen, aber noch keine Hitzewallungen oder so.“
Anna sagte nichts weiter, sah mich nur an – mit diesem Blick. In ihren Augen lagen Mitgefühl und echtes Bedauern. Und das war selten bei ihr, weshalb ich sofort nervös wurde.
„Was?“, fragte ich.
Sie räusperte sich. „Ich meine ja nur… Du hast doch wahnsinnig viel zugenommen, oder? Bestimmt zehn Kilo. Oder noch mehr?“
Wie bitte?! Das Gespräch nahm eine Richtung, die ich definitiv nicht gebucht hatte.
„Ja, schon … also etwas habe ich zugenommen.“
(Und ich fürchtete, dass sie mit ihrer Einschätzung gar nicht so falsch lag.)

Mit diesem Gespräch im Schwimmbad beginnt für die 46-jährige Mala eine innere Reise, die sie nie geplant hatte.

In „Neues Ich – ab Montag“ erzähle ich mit Humor eine Geschichte über toxische Frauenfreundschaften, Selbstwert in den Wechseljahren und die Frage, wie schnell fremde Worte unser eigenes Bild ins Wanken bringen können.

Ein Roman für Frauen Ü40, die sich vielleicht schon einmal gefragt haben:
Bin ich noch genug – so wie ich bin?

Lest hierzu auch meinen Blogbeitrag über Romane für Frauen Ü40:

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