Natur und Auszeit für Frauen Ü40

Stressabbau im Wald – warum die Natur uns wirklich hilft

Fotos: Berenice Humpert

Wir haben verlernt, die Natur als Schatz zu sehen

Welche Bedeutung hat der Wald für uns Menschen?

Der ursprüngliche Mensch lebte im Wald. Dort fand er sicheren Unterschlupf – und gleichzeitig ein reiches Nahrungsangebot.

Doch im Laufe unserer Entwicklung – bis zu ihrem vorläufigen Höhepunkt in der heutigen Zeit – haben wir verlernt, die Natur einfach auf uns wirken zu lassen. Wir haben verlernt, sie als Schatz zu sehen.

Lest hierzu auch meinen Beitrag über Auszeiten in der Natur:

https://berenice-isst-vegan.com/natur-auszeiten-fuer-frauen-ue-40-hund-erholung-im-alltag/entscheidungen-treffen-in-den-wechseljahren-wie-der-wald-klarheit-schenken-kann/

Foto: Berenice Humpert

Den positiven Effekt des Waldes

In meinen Ratgebern, auf meinem Blog und in meinen Selbstlernkursen – ja, sogar ein wenig in meinen humorvollen Romanen – dreht sich alles um mein Herzensthema:

Den positiven Effekt des Waldes.

In Verbindung mit Bewegung. Mit unseren geliebten Hunden. Mit Heilpflanzen, passenden Rezepten und Anwendungen. Und natürlich – ganz besonders – mit der Vorbeugung von Stress.

Foto: Berenice Humpert

Warum Frauen über 40, warum die Wechseljahre?

Da ich selbst zur Zielgruppe gehöre, richte ich mich an meine Leidensgenossinnen: Frauen Ü40. Frauen, die mit den ersten (oder zweiten, dritten …) Herausforderungen der Wechseljahre kämpfen. Die dem Chaos aus Alltag und Doppelbelastung entfliehen möchten. Die mehr Zeit – und vor allem wertvollere Zeit – mit ihrem Hund verbringen wollen.

Und die an den wissenschaftlich untersuchten und belegten positiven Effekt des Waldes glauben.

Auch mir konnte die Natur aus einer Krise helfen

Foto: Berenice Humpert

Auch mir hat die Natur aus einer wirklich dunklen Phase geholfen.
Nein – eigentlich ist das nicht ganz richtig. Ich habe mir selbst geholfen. Mit der Unterstützung der Natur.

Es gab diesen Moment, in dem ich plötzlich merkte, dass ich meiner Arbeit im Logistikbereich nicht mehr gewachsen war. Der ständige Stress. Die indirekten Drohungen der Chefetage, die immer wieder mit Jobverlust spielten. Die Angst unter den Mitarbeitern führte zu Mobbing – man war froh um jeden Konkurrenten, der das Feld räumte.

Dazu kamen fast zwanzig Jahre Nachtarbeit. Sechs Tage die Woche.
Das bedeutet: kaum Teilnahme am sozialen Leben. Freundschaften schliefen ein. Die Einsamkeit kam schleichend. Selbst das Familienleben litt unter den unterschiedlichen Arbeits- und Schlafenszeiten.

Foto: Berenice Humpert

Es war im Wald – damals noch mit meiner gelähmten Hündin Lilly – als ich innerlich zur Ruhe kam. Ich erinnerte mich daran, dass ich diesen Effekt schon als Kind und später, als Jugendliche, gespürt hatte. An diesem Ort kam mein Gedankenkarussell erst zum Stillstand – und eröffnete mir dann eine neue Sicht auf die Dinge.

Plötzlich hinterfragte ich mein Leben. Meine Perspektiven. Die Möglichkeiten, die mir in meinem damaligen Job blieben. Und ich erinnerte mich daran, wovon ich früher einmal geträumt hatte.

Lilly, Foto: Berenice Humpert

Viele Ideen formierten sich. Einige verwarf ich wieder. Andere kamen hinzu.
Doch bevor ich den Mut fand, etwas Neues – mit all seinen Risiken – zu starten, musste zunächst mein seelisches Gleichgewicht wiederhergestellt werden.

Ich erkannte, dass ich mich auf dem Weg in eine Burnout-Symptomatik befand – mit all ihren negativen Begleiterscheinungen: chronische Erschöpfung, leichte depressive Verstimmungen, Magen-Darm-Probleme und Schlaflosigkeit. Wobei Letzteres durch meine Arbeitszeiten zusätzlich befeuert wurde.

Es war kein dramatischer Zusammenbruch. Eher ein schleichendes Leiserwerden meiner eigenen Kraft.

Mir wurde klar, dass ich schnell handeln musste. Also holte ich mir Unterstützung in Form eines Online-Coaches und hoffte, dass ich die Situation noch ohne medizinische Hilfe in den Griff bekommen könnte.

Keine Scheu, einen Arzt hinzuzuziehen

In meinem Fall war das möglich.

Solltet ihr jedoch merken, dass eure Erschöpfung bereits weiter fortgeschritten ist, zögert bitte nicht, eine Ärztin oder einen Arzt eures Vertrauens einzubeziehen. Diese Fachleute wissen genau, was zu tun ist – und es ist kein Zeichen von Schwäche, sich professionelle Hilfe zu holen.

Bild erstellt mit Adobe Express

Eine Idee wird geboren – und wieder im Wald

Foto: Berenice Humpert

Ein weiterer Schicksalsschlag erleichterte meine Veränderung nicht:
Meine geliebte Lilly verließ mich nach dreizehn gemeinsamen Jahren.

Um den Schmerz ein wenig zu lindern, zog Pantteri ein – ein hibbeliger Pomchi-Mix. Also ging ich erneut in den Wald. Eigentlich, um meinen neuen Hund etwas müde zu bekommen. Und wie so oft hatte dieser Ort auch an diesem Tag die Kraft, meine Gedanken zu klären.

Wie aus dem Nichts kam die Idee:
Warum nicht anderen Frauen in einer ähnlichen Situation helfen?

Eine Geschäftsidee war geboren – und ich war sofort Feuer und Flamme.

Ich absolvierte Lehrgänge als Stress- und Burn-out-Beraterin, als Trainerin für Naturheilkunde bei Mensch und Tier, als Gesundheits- und Wellnessberaterin – und, was mir besonders wichtig war, als Tierheilpraktikerin.

Außerdem verschlang ich jede freie Minute Literatur über Waldbaden, Naturcoaching, Heilpflanzen und Waldpädagogik.

So lernte ich, für mich – und für meinen Traum – als Stress- und Burn-out-Beraterin für Frau und Hund mit Unterstützung der Natur zu arbeiten.

Und gleichzeitig erfüllte ich mir einen weiteren Wunsch aus meiner Jugend:
Ich schrieb meinen Debütroman – der meine Themen, besonders große Veränderungen im Chaos, auf humorvolle Weise aufgreift.

Foto: Berenice Humpert

Und darum kannst auch du dich verändern.

Jede von uns trägt die Fähigkeit in sich, ihren eigenen Weg zu gehen – auch wenn wir uns das manchmal selbst nicht zutrauen.

Wie oft sagen wir: Später.
Wenn wir in Rente sind, wenn die Kinder groß genug sind oder wenn wir endlich dort angekommen sind, wo wir beruflich hinwollen.
Dann, so glauben wir, wird er da sein – dieser eine richtige Augenblick, in dem wir beginnen, unsere Träume zu leben.

Doch seien wir ehrlich: Wie viele Menschen kennen wir, die diesen Moment tatsächlich genutzt haben? Und wenn wir ihn irgendwann erreichen, wie viel Zeit bleibt uns dann noch, um unser „neues Leben“ wirklich zu genießen?

Oft reden wir uns ein, wir müssten nur auf den perfekten Zeitpunkt warten. Als gäbe es eine unsichtbare Startlinie, die uns irgendwann signalisiert: Jetzt darfst du losgehen.

Dabei können wir uns im Grunde schon heute entscheiden, etwas zu verändern – vielleicht nicht radikal und von heute auf morgen, aber in kleinen, bewussten Schritten.

Natürlich ist Veränderung selten bequem. Sie verlangt Mut und die Bereitschaft, unsere vertraute Komfortzone zu verlassen. Sie fordert uns heraus, Unsicherheiten auszuhalten und Verantwortung für uns selbst zu übernehmen. Doch genau darin liegt auch ihre Kraft: In dem Moment, in dem wir beginnen, bewusst zu handeln, gewinnen wir ein Stück Selbstbestimmung zurück.

Warum der Wald mein beruflicher Mittelpunkt wurde – und wie er nachweislich beim Stressabbau hilft

So wurde es zum zentralen Thema meiner Arbeit:

Den positiven Effekt des Waldes.

Nicht romantisch verklärt oder als Allheilmittel.

Ich verbinde die Kraft des Waldes mit Bewegung, mit unseren geliebten Hunden, mit Heilpflanzen, einfachen Rezepten und alltagstauglichen Anwendungen. Und natürlich – ganz besonders – mit der bewussten Vorbeugung von Stress und stressbedingten Erschöpfungszuständen.

Wer dabei magische Momente, mystische Eingebungen oder gar Begegnungen mit Elfen erwartet, wird bei mir vermutlich nicht ganz richtig sein. Ich selbst bin eher bodenständig und habe keinen Bezug zur Esoterik. Mein Zugang zur Natur ist kein spiritueller, sondern ein sehr praktischer und zugleich wissenschaftlich fundierter.

Mir geht es um die belegbaren Effekte des Waldes auf unseren Organismus – um das, was inzwischen durch zahlreiche Untersuchungen nachvollziehbar gemacht wurde. Studien zeigen, dass sich Aufenthalte im Wald positiv auf unser Nervensystem auswirken, Stresshormone wie Cortisol senken und sogar Blutdruck sowie Herzfrequenz regulieren können. Diese Effekte sind nicht mystisch, sondern physiologisch erklärbar.

Der Wald wirkt nicht, weil er geheimnisvoll ist, sondern weil unser Körper auf natürliche Reize reagiert: auf bestimmte Duftstoffe der Bäume, auf das gedämpfte Licht, auf die besondere Geräuschkulisse, auf die gleichmäßige Bewegung beim Gehen. Genau hier setzt meine Arbeit an – bei der Verbindung von Naturerfahrung und fundiertem Wissen darüber, was dabei in uns geschieht.

Ich schreibe für Frauen Ü40 – für Frauen, die mitten im Leben stehen und dennoch manchmal das Gefühl haben, sich selbst darin verloren zu haben. Für Frauen, die zwischen Beruf, Familie, Verantwortung und ihren eigenen hohen Ansprüchen funktionieren, bis der Körper leise – und manchmal auch sehr deutlich – beginnt zu protestieren. Für Frauen, die sich mit den ersten oder vielleicht schon fortgeschritteneren Herausforderungen der Wechseljahre auseinandersetzen und sich fragen, warum plötzlich alles anstrengender erscheint als früher.

Und ich schreibe für Frauen, die tief in sich spüren: So wie bisher kann es nicht weitergehen.

Fazit: Der Wald kann ein Startpunkt für deine Veränderung sein.

Der Wald war für mich dabei nie bloß ein schöner Hintergrund für einen Spaziergang oder eine nette Kulisse für einen freien Nachmittag. Er wurde zu einem Wendepunkt. Zwischen Bäumen verlangsamte sich mein Gedankenkarussell, mein Atem wurde ruhiger, mein Nervensystem begann sich zu regulieren – und ich gewann zum ersten Mal seit langer Zeit wieder einen klaren Blick auf mein eigenes Leben.

Heute weiß ich, dass dieser Effekt nicht nur eine subjektive Empfindung war. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen zeigen inzwischen, dass der Aufenthalt im Wald Stresshormone senken, den Blutdruck regulieren und unser vegetatives Nervensystem positiv beeinflussen kann. Was ich damals intuitiv gespürt habe, lässt sich heute auch physiologisch erklären.

Damals wusste ich lediglich eines: Hier komme ich wieder bei mir an.

Und genau dieses Gefühl, diese Rückverbindung zu sich selbst, möchte ich weitergeben – hier auf meinem Blog und ebenso in meinen Angeboten.

Ich freue mich sehr über eure Gedanken und euer Feedback zu diesem Thema.

Wenn ihr das Thema noch vertiefen wollt, findet ihr hier ein paar Links zu externen Internetseiten von anderen Anbietern:

https://www.lwf.bayern.de/wissenstransfer/waldpaedagogik/208428/index.php

https://praxistipps.focus.de/terpene-im-wald-das-sollten-sie-ueber-die-heilkraft-des-waldes-wissen_188851

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