Kennt ihr das? Gerade in diesen trüben Novemberzeiten fühlt man sich schnell frustriert – der Winterblues erwischt einen ohne Vorwarnung. Regen, Wind und wieder Regen, dazu diese graue Dunkelheit.
An meinem Herzensort Finnland, besonders in Rovaniemi, geht man ganz anders mit diesem Problem um: mit viel Licht und Wärme. Die Häuser sind hell erleuchtet (meist sogar schon weihnachtlich), die Straßen tragen um diese Jahreszeit festliche Deko, und in der freien Zeit sitzt man in der Sauna oder vor dem Kamin.
Das schafft selbst in der – dort wirklich endlosen – Dunkelheit eine unglaublich gemütliche, wohlig zufriedene Atmosphäre. Kein Wunder also, dass Finnland immer wieder als das glücklichste Land der Welt gilt!


Aber was können wir tun, um diese trübe Zeit zu überstehen?
Natürlich gibt es hier nicht nur einen einzigen Weg. Eine wunderbare Möglichkeit ist es, sich in einen gemütlichen Sessel zu kuscheln – vielleicht bei Kerzenschein – und an die sonnigen Zeiten der letzten Monate zu denken. Also bewusst von der im Gehirn gespeicherten Freude zu zehren.
In meinem Fall waren es vor allem die Reisen!
Reisen ins verschneite, bitterkalte Rovaniemi, ins kroatische Krk, ins stürmische Surferparadies Sagres in Portugal, in das wunderschöne Fischerdorf Las Negras in Andalusien. Aber auch in die Berge Italiens, also die Dolomiten, nach Lloret de Mar, auf den wunderschönen Katzen-Campingplatz in Otranto in Italien – oder einfach nur Wanderungen durch die heimischen Wälder.





Schöne Erinnerungen sehen bei jedem anders aus
Wie man merkt, liebe ich das Verreisen, neue Eindrücke zu sammeln und andere Kulturen kennenzulernen. Aber die Erinnerungen, die uns glücklich machen, sind so individuell wie jeder Mensch selbst.
Manche lieben es, im eigenen Garten zu arbeiten, und denken gerne an die Zeit zurück, in der sie zwischen ihren Sommerblumen saßen und einfach nur die Schönheit genießen konnten.
Andere finden ihr Glück in der Küche. Für viele ist Kochen oder Backen das Größte – und sie freuen sich riesig, dass jetzt endlich die Weihnachtsbäckerei beginnen kann.
Ich selbst habe große Freude daran, meine Tiere zu beobachten und Zeit mit meinen Hunden zu verbringen.
Wieder andere brauchen ihren Sport! Sie schaffen es sogar in diesen trüben Zeiten, sich aufzuraffen, ins Fitnessstudio zu gehen oder ihre Joggingrunde durch den Park zu drehen. Übrigens: Meinen vollen Respekt dafür!
Wie du siehst, ist es völlig egal, womit du deine grauen Gedanken vertreibst – Hauptsache, es macht dich glücklich. Dabei spielt es keine Rolle, ob du aktiv wirst, etwa bei einer langen Wanderung durch den verregneten Wald, oder ob du einfach nur entspannst und dich an deinen schönen Erinnerungen erfreust.

Weitere Wege gegen den Winterblues
Es gibt natürlich auch Wege für diejenigen unter euch, die es schaffen, aktiv zu werden. Am effektivsten und gesündesten ist es, Sport zu machen. Egal, ob joggen, walken, wandern – Hauptsache, an die frische Luft! Wenn man zurückkommt, sind die dunklen Gedanken oft wie weggeblasen, und man fühlt sich zufrieden und angenehm ausgepowert.
Eine weitere Alternative: sich unter Menschen mischen. Einfach mal raus – ins Café, etwas essen gehen und vielleicht wieder ins Kino? Oder wie wäre es, Freunde oder Familie einzuladen? Ein leckeres Raclette geht immer – und verbessert nicht nur eure Stimmung, sondern auch die eurer Gäste. (In den nächsten Tagen verlinke ich euch hier übrigens meine liebste vegane Raclette-Variante.)
Warum nicht mal einen lustigen Spieleabend veranstalten? Auch das ist eine schöne Möglichkeit, aus dem Novembertrott auszubrechen.
Ihr seht: Euren Ideen sind keinerlei Grenzen gesetzt, und oft kommen sie ganz automatisch, wenn man sich einfach mal die Zeit nimmt, darüber nachzudenken. Sich zu fragen: Was würde mich aktuell glücklicher machen?

Chillen, ohne schlechtes Gewissen
Doch es muss nicht immer Action sein oder tiefgründige Selbstreflexion darüber, was im Leben gut läuft und was nicht – manchmal genügt einfach eine Couch, warme Decken, ein Hund im Arm und ein Serienmarathon auf Netflix. Auch das hat man sich verdient. Hauptsache, man kann diese Momente ohne schlechtes Gewissen genießen.

In diesem Sinne: Vergesst nie – auch der längste und trübste Winter endet irgendwann. Und dann können wir dem wundervollen Frühlingserwachen entgegenblicken!
Solltet ihr noch mehr Informationen zum Thema Winterblues benötigen, findet ihr hier ein paar externe Links zu anderen Webseiten:

