Vegan und Gesund

Veganismus Ü40: Über Veränderungen, Klarheit und Konstanten

Vegan – keine Phase, sondern eine Lebenseinstellung

Manchmal merkt man erst im Rückblick, wie sehr sich das eigene Leben verändert hat. Dinge, die früher undenkbar waren, fühlen sich heute plötzlich genau richtig an. Ich hätte zum Beispiel nie gedacht, dass ich einmal freiwillig Indoorsport machen würde. Jahrelang habe ich das konsequent abgelehnt. Heute liebe ich meine Fitnessstation und den Heimtrainer – gerade bei diesem Wetter. Sport zu machen, ohne das Haus verlassen zu müssen, fühlt sich inzwischen eher nach Luxus als nach Notlösung an.

Auch andere Vorlieben haben sich leise verabschiedet. Energydrinks, die früher irgendwie dazugehört haben, sind mir heute schlicht zu süß und schmecken oft künstlich. Und während ich vor vielen Jahren an kaum einem Wochenende zu Hause geblieben bin, bin ich heute ehrlich froh, wenn ich den Abend gemütlich auf der Couch verbringen kann. Netflix an, Decke darüber, Ruhe im Kopf. Dinge wandeln sich. Fast von selbst.

Warum sich meine Einstellung zum veganen Leben nie geändert hat

Viele Menschen haben von den sogenannten Nutztieren ein völlig falsches Bild und erkennen nicht, das fühlende Lebewesen

Während sich vieles im Laufe der Jahre verschoben hat, gibt es etwas, das für mich immer gleich geblieben ist: der vegane Lebensstil. Vor über zehn Jahren, nach einer Phase vegetarischer Ernährung, begann ich, mich intensiver mit dem Thema auseinanderzusetzen. Vor allem in den sozialen Medien stieß ich damals auf Bilder und Berichte, die sich tief eingebrannt haben. Dinge, die man nicht mehr ungesehen machen kann – und auch nicht sollte.

Die Ausbeutung von Tieren, ganz gleich ob für Milch, Fleisch, Leder oder medizinische Zwecke, hat mich zutiefst erschüttert. Als Tierschützerin war dieses Leid für mich nicht vereinbar mit meinen Werten. Doch es blieb nicht bei den Tieren. Auch die Folgen für unseren Planeten und die oft menschenverachtenden Praktiken innerhalb der Fleischindustrie haben mich nachhaltig bewegt.

Abgeholzte Regenwälder, riesige Sojafelder in armen Regionen dieser Welt – nicht zur Ernährung der Menschen vor Ort, sondern als Futter für sogenannte Nutztiere. All das fühlte sich einfach falsch an. Für mich gehören Tierliebe und Menschenliebe untrennbar zusammen. Und ohne einen gesunden Planeten fehlt uns allen die Grundlage zum Leben.

Wenn der Körper lauter wird

Je älter man wird, desto deutlicher meldet sich auch der eigene Körper. Besonders bei uns Frauen ab 40. Plötzlich sind da Themen, die vorher kaum eine Rolle gespielt haben: Wechseljahre, hartnäckige Kilos, eine Müdigkeit, die selbst nach ausreichend Schlaf nicht einfach verschwindet. Und so beginnt die Suche – nach etwas, das wirklich hilft.

Wenn wir ehrlich sind, kennen wir die Antwort meistens längst. Es gibt keine Wunderlösung. Kein Pulver, keine Pille, die alles richtet. Was wirklich trägt, ist eine Kombination aus gesunder Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf und einer Psyche, die nicht dauerhaft im Alarmzustand lebt.

Mir hat in dieser Phase der vegane Lebensstil erneut den Rücken gestärkt. Mehr Frisches, mehr Nährstoffe, weniger Ballast. Kaum eine Ernährungsform bringt so viele Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe ganz selbstverständlich auf den Teller.

Diese Erfahrung war schließlich auch der Auslöser dafür, dass ich mich zur veganen Ernährungsberaterin ausbilden ließ. Anfangs vor allem, um mir selbst besser helfen zu können. Heute ist daraus etwas gewachsen, das über mich hinausgeht. Es macht mir Freude, mein Wissen weiterzugeben und andere Menschen auf ihrem ganz eigenen Weg zu mehr Energie, Wohlbefinden und innerer Balance zu begleiten.

Manches im Leben ändert sich. Ansichten, Gewohnheiten, Bedürfnisse. Und manches bleibt – weil es sich tief richtig anfühlt.

Und darum ist Veganismus keine Phase, sondern eine Lebenseinstellung

Auch andere Frauen Ü40 haben bereits den Vorteil von veganer Ernährung erkannt

In den letzten zehn Jahren, seit ich mich tierleidfrei ernähre und diesen Weg auch lebe, hat sich an meiner Haltung im Grunde nur eines verändert: Manchmal siegt im Alltag der Stress. Oder die Bequemlichkeit. Dann landet eben doch ein veganes Fertiggericht auf dem Teller, statt etwas Frisches selbst zu kochen. Nicht ideal, aber ehrlich.

An der grundsätzlichen Entscheidung hat das jedoch nie gerüttelt. Dass ich jemals wieder bewusst etwas vom Tier essen könnte, ist für mich ausgeschlossen. Es gibt nur wenige Dinge im Leben, bei denen ich mir eine solche Klarheit erlaube – schließlich verändern sich Meinungen, Lebensentwürfe und Prioritäten ständig. Doch hier gibt es kein Vielleicht.

Zwei Konstanten werden mich begleiten, egal wie sich der Rest entwickelt: Ob ich als Buchautorin arbeite oder als Coach, ob ich monatelang im Van unterwegs bin oder mir spontan die Haare kurz schneiden lasse – ich werde niemals wissentlich etwas vom Tier zu mir nehmen. Und ich werde niemals ohne Hund leben.

Mich würde interessieren: Gibt es in eurem Leben auch so einen Punkt? Etwas, das unabhängig von allen Veränderungen feststeht? Vielleicht ist es die vegane Ernährung. Vielleicht etwas ganz anderes. Erzählt es mir gern in den Kommentaren.

Wünscht ihr euch, selbst auf vegane Ernährung umzusteigen? Hier findet ihr ein paar externe Links, die euch zu anderen, hilfreichen Seiten leiten:

https://www.careelite.de/vegan-leben-tipps/

https://www.peta.org/living/food/

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