Willkommen im Autorinnen-Alltag.

Als mir die Idee zu meinem Buch „Neues Ich – ab Montag“ kam, saß ich über meinen Lernheften, da eine Prüfung zur Stress- und Burn-out-Beraterin anstand und mich dieser Termin furchtbar nervös machte. Kurz am Rande: Ich leide unter grässlicher Prüfungsangst und sterbe im Vorfeld bereits 10.000 Tode. Irgendwie überlegte ich mir, es wäre doch eine schöne Ablenkung, sich eine Geschichte auszudenken und sie einfach aufzuschreiben. In diesem Moment dachte ich nicht daran, dass ich früher Schriftstellerin werden wollte oder daraus vielleicht einmal ein Buch entstehen könnte. Zu dem Zeitpunkt ging es nur darum, aus meiner realistischen Welt in dieses andere Leben, in das von Mala, zu flüchten.
Anfangs war es einfach eine grobe Idee. Ich hatte nicht einmal geglaubt, dass die Geschichte jemals fertig erzählt würde, noch gab es einen ernsthaften Plot. Doch plötzlich wurde es zu einem Selbstläufer und vor allem: Ich hatte keinen Plan, wie es weitergeht, denn die Geschichte entwickelte sich beim Schreiben. Es ist spannend, aber auch seltsam, wenn du dir eine Story erzählst, deren Ausgang du nicht kennst. Klingt komisch? Ist es auch!
Ich sage es euch ehrlich: Erst ab ca. Seite 100 keimte in mir ernsthaft die Idee, dass hier wirklich ein Roman entstehen könnte – so ein Buch, wie ich es in meiner Jugend schon schreiben wollte. Und das war dann doch etwas anderes als die Kurzgeschichten, die ich in den letzten Jahren schon einmal hier oder da bei Wettbewerben eingereicht und gelegentlich sogar mit einer Veröffentlichung belohnt wurde. Das hier war etwas Großes!

Das Buch ist fertig – was nun?
Es ist ein unglaublicher Moment, wenn du endlich die letzte Seite schreibst. Früher dachte ich immer, dass man dann dieses Hollywood-mäßige „The End“ darunterpinselt. Heute hat man mir erklärt, dass man das nicht mehr macht. Schade eigentlich! Okay, es war eine Illusion, ebenfalls von der amerikanischen Traumfabrik geprägt, dass man dann das Manuskript zuklappt, an seinen Verlag weitergibt und in den Sonnenuntergang reitet.
Die richtig fiese Arbeit begann erst jetzt: Korrektur lesen, Cover entwerfen, noch einmal Korrektur lesen, Layout erstellen, natürlich Korrektur lesen, einen Lektor ohne Profierfahrung einbeziehen und noch einmal Korrektur lesen. Ein Verlag kam für mich nicht infrage, weil ich so furchtbar ungeduldig bin. Vorab habe ich gelesen, dass man als unbekannter Autor gerne mal für zwei Jahre in einer Schublade verschwindet, bevor ein Verlag überhaupt an eine Veröffentlichung denkt. Gruselig, denn bis dahin hätte ich das Manuskript selbst schon wieder vergessen.
Aber wenn ich ehrlich bin: Ich habe diese Nachbearbeitung deutlich unterschätzt und häufig gedacht, dass ich das Buch lieber nie geschrieben hätte.
Doch nun ist es fertig und nachdem ich mir geschworen habe, das Manuskript nicht noch einmal auf Fehler zu untersuchen, habe ich den letzten Schritt unternommen: Mein Buch kann nun bei epubli als Taschenbuch bestellt und bei Amazon als E-Book bestellt bzw. vorbestellt werden.
Hier findet ihr die direkten, externen Links zu meinem Roman „Neues Ich – ab Montag“ (offizieller Erscheinungstag am 26.05.2026):

Taschenbuch über Epubli:
https://www.epubli.com/shop/neues-ich-ab-montag-9783565445110
E-Book über Amazon:
https://www.amazon.de/dp/B0H26QS7T4#detailBullets_feature_div
Das Buch ist kaufbar – und was jetzt?
Jeder von euch, der etwas von Marketing versteht, wird sich jetzt scheckig lachen. Das ist okay, ich gönne euch den Spaß auf meine Kosten. Denn ich dachte wirklich, das Buch ist jetzt kaufbar, ich kann mich wieder mehr meiner Beratung widmen und mich auf eure Reaktionen auf Mala und ihre Mitstreiter freuen.
Und dann war sie plötzlich da, die Frage: Aber wie finden die Leute eigentlich deinen Roman? Ja, sehr spannend. Denn jetzt geht die Arbeit erst richtig los: Klinkenputzen, wie man es früher so schön nannte. Eine grauenvoll anstrengende Arbeit, bei der man jeden Tag aufs Neue über seinen Schatten springen muss. Blogger anschreiben – hier habe ich übrigens in kürzester Zeit unglaublich nette Leute kennengelernt und so viel Zuspruch bekommen. Also eine durchweg positive Erfahrung. Zu Leserunden aufrufen, was für mich als absoluten Neuling etwas schwer war. Ich habe bisher weder selbst an einer teilgenommen noch logischerweise jemals zu einer eingeladen. Gewinnspiele, Social Media, sehr viel Social Media, demnächst Amazon Ads.
Aber egal, was man anfasst, nie funktioniert etwas von Anfang an. Immer muss ich mit der Technik kämpfen und stehe am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Das war schon vor der Veröffentlichung so, diesen Kampf könnt ihr gerne in meinem Beitrag noch einmal nachlesen:

Was tun, wenn die Nerven blank liegen?
Glücklicherweise bin ich inzwischen Expertin im Bereich Stress- und Burnoutprävention. So musste ich erkennen, dass sich mein Roman nicht häufiger verkauft, wenn ich nervlich am Ende bin. Natürlich sagt sich das oft einfacher, als es ist.
Ich habe mir jetzt ein klares Limit gesetzt: Ich verbringe aktuell nur zwei Stunden am Tag mit der Vermarktung des Buches, die restliche Zeit arbeite ich in meiner Beratung, gehe also den normalen Aufgaben nach. Im Anschluss nehme ich mir Pantteri und/oder Matti – hängt davon ab, wie der alte Mann drauf ist – und drehe eine entspannte Hunderunde durch den Wald. Glücklicherweise wohne ich ländlich, sodass ich nicht erst ins Auto springen muss, sondern wir direkt von hier losmarschieren können.
In der Natur gibt es dann kein Handy, keine Musik und auch sonst keinerlei Ablenkung. Ich lasse einfach die Umgebung auf mich wirken, lausche den Vögeln, dem Wind – kurz: Auch wenn es gerade sehr esoterisch klingt, ist es ein pures Wellnessprogramm für die Seele und jeder Stress ist wie weggeblasen. Wenn mir das aber etwas zu Slow Living ist, das ist gerade dann der Fall, wenn ich einen sehr erfolgreichen Arbeitstag hatte, dann springe ich in meine Joggingschuhe und laufe los. Denn auch richtiges Auspowern beugt Stress vor.
Was tut ihr, wenn euch alles über den Kopf wächst? Gibt es auch in eurem Leben etwas Neues, das euch an eure Grenzen bringt, und wie geht ihr damit um? Schreibt mir gerne in den Kommentaren, ich bin gespannt. Ihr dürft auch gerne schreiben, wie ihr mein Buch fandet, oder es an eure Freunde weiterempfehlen.
