
Einen Welpen ins Leben zu holen, ist schon Abenteuer genug – doch was, wenn direkt die erste große Reise bevorsteht? Schon im Januar stand fest: Im September geht es nach Portugal. Damals war für mich klar, dass meine treue Lilly mich begleitet. Doch das Schicksal hatte andere Pläne – Lilly ist nun ein Engel. Um die Lücke zu füllen und den Schmerz ein wenig zu lindern, ist der kleine Pantteri bei mir eingezogen. Und plötzlich stehe ich vor einer neuen Herausforderung: einer langen Wohnmobilfahrt mit einem Welpen. Ist so ein junger Hund überhaupt schon reisetauglich? Ob Wochenendtrip, Urlaub am Meer oder Besuch bei der Familie – mit der richtigen Vorbereitung kann die Reise auch mit Vierpfoten-Nachwuchs entspannt gelingen.
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Reif für die Reise? – Alter und Gesundheit des Welpen
- Der Welpe sollte gesund und geimpft sein.
- Impfpass, Chipnummer und gegebenenfalls EU-Heimtierausweis mitnehmen.
- Ein Gesundheitscheck beim Tierarzt vor längeren Reisen ist sinnvoll.
- Training ist dabei das A und O: Pantteri begleitet mich aktuell täglich für eine kurze Zeit zur Arbeit – das bedeutet auch Autofahren üben. Gestartet sind wir mit 30 Minuten, inzwischen schafft er schon entspannte zwei Stunden. Im Anschluss belohne ich ihn mit einem schönen Spaziergang, damit er für das geduldige Warten auch etwas Positives mitnimmt.
✨ Praxis-Tipp: So kann man den Welpen langsam ans Reisen gewöhnen:
Kurz anfangen: Starte mit kleinen Fahrten von 20–30 Minuten.
Steigern: Verlängere die Dauer Schritt für Schritt – so lernt dein Welpe, dass Autofahren etwas Normales ist.
Routine schaffen: Nimm ihn regelmäßig mit, z. B. zur Arbeit oder für kurze Ausflüge.
Belohnen: Nach der Fahrt ein Spaziergang, Spiel oder Kuscheleinheit – so verknüpft dein Hund Reisen mit etwas Positivem.
Geduld haben: Jeder Welpe hat sein eigenes Tempo. Lieber langsam steigern, als ihn zu überfordern.

Sicher Reisen mit deinem Welpen – Transportmittel und Ausstattung
Auch im Wohnmobil gilt: Sicherheit geht vor! Ein frei herumlaufender Welpe ist gefährlich: für den Fahrer, aber besonders für den Hund. Daher ist eine geeignete Transportbox, oder ein Körbchen mit entsprechendem Sicherheitsgurt lebensnotwendig.
Ich mag offene Hundekörbe gerne, da ich glaube, dass es für den Hund gemütlicher ist:
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Sicher ist natürlich eine verschlossene Box, die auch einen heftigen Unfall gut übersteht:
Pausen, Pausen, Pausen! Plane also lieber mehr Stopps als zu wenige:
Kleine Welpen wollen sich viel bewegen und ihre Blase ist schnell voll. Daher solltest du unbedingt häufige Stopps einplanen. Und hallo: Es ist Urlaub und kein Wettrennen! Dann dauert die Anreise eben etwas länger, wen interessiert es?
Also, lass dein Hundebaby –
- alle 1–2 Stunden raus
- kleine Gassirunden gehen
- schnüffeln und die neue Umgebung entdecken
So wird der Welpe nicht nur körperlich ausgelastet, sondern sammelt auch positive Reiseerfahrungen.
🚏 Praxis-Tipp: Pausen unterwegs richtig gestalten
Regelmäßig anhalten: Alle 1–2 Stunden eine kurze Pause, besonders bei Welpen.
Kurze Spaziergänge: Kein Marathon, sondern kleine Gassirunden mit viel Schnüffeln.
Wasser anbieten: Immer frisches Trinkwasser bereithalten.
Spiel und Entspannung: Ein kurzes Suchspiel oder Kuscheln sorgt für Ausgleich.
Neue Eindrücke dosieren: Nicht jede Raststätte ist spannend – lieber ruhige Orte wählen, wo er sich sicher fühlt.

Sicherheit durch Routine!
Wie Kinder, benötigen auch Hundebabys einen festen Ablauf, um sich sicher zu fühlen:
Füttere zu einer ähnlichen Zeit wie zu Hause, nimm ihm sein Lieblingsspielzeug mit und eine Decke, die nach Heimat riecht. Wenn es möglich ist und er es von daheim gewohnt ist, sind auch kleine Trainingseinheiten hilfreich.
Unterkunft & Umgebung hundefreundlich wählen
Bei der Wahl des Campingplatzes solltest du darauf achten, dass Hunde willkommen sind – meistens ist das kein Problem, manchmal fällt jedoch eine kleine Gebühr an. Informiere dich außerdem, ob dein Welpe mit an den Strand darf oder ob es in der Nähe spezielle Hundestrände gibt. Praktisch ist es auch, wenn direkt vom Platz aus Spazierwege starten, damit dein Vierbeiner nicht erst lange warten muss, bis er sich austoben kann.
🌙 Praxis-Tipp: Erste Nacht im Wohnmobil
Bekannte Gerüche: Nimm Decke, Körbchen oder ein getragenes T-Shirt von dir mit – das gibt Sicherheit.
Fester Schlafplatz: Richte deinem Hund, direkt von Anfang an seinen Platz ein, am besten dort, wo er auch später liegen soll.
Abendroutine beibehalten: Füttern, kleine Gassirunde, Kuscheln – so wie zu Hause.
Nicht zu viel Trubel: Vermeide gleich Besuch im Wohnmobil, damit er sich in Ruhe eingewöhnen kann.
Geduld: Die erste Nacht ist für alle aufregend – plane Zeit ein und rechne mit etwas weniger Schlaf.

Erste Hilfe für unterwegs
Ein kleines Hunde-Reiseset sollte immer dabei sein:
- Zeckenzange
- Verbandsmaterial
- Durchfallmittel für Hunde (nach Rücksprache mit Tierarzt)
- Adresse und Telefonnummer eines Tierarztes am Urlaubsort
Lest hierzu auch meinen Beitrag „Vegane Hausapotheke für Mensch & Hund“. Hier erfahrt ihr auch, was auf keiner Reise fehlen darf!
Geduld & Humor nicht vergessen
Ein Welpe wird nicht sofort der perfekte Reisebegleiter sein – manchmal passieren kleine Missgeschicke. Wichtig ist, Ruhe zu bewahren und die Reise als Übung und Abenteuer zu sehen. Mit jedem Ausflug wird es leichter. Aber genau darum hat man sich ja auch für einen Welpen entschieden: Es ist eine großartige Aufgabe, dem kleinen Zwerg die Welt zu zeigen, mit allen Stolpersteinen, die das Baby erst kennenlernen muss.

👉 Fazit:
Mit einem Welpen zu verreisen bedeutet mehr Planung, mehr Pausen und viel Geduld – aber es lohnt sich. Denn je früher dein Hund lernt, dass Reisen etwas Schönes ist, desto entspannter wird er dich später überallhin begleiten.
Hier findet ihr noch ein paar externe Links, für weitere Informationen: